XRP: Regulierung entspannt, Kapitalflüsse angespannt!

Trotz positiver Kursentwicklung verzeichnen XRP-ETFs massive Kapitalabflüsse. Ripple treibt hingegen mit neuer Plattform und Übernahmen die Expansion voran.

Auf einen Blick:
  • XRP handelt nahe 1,50 Dollar nach 11 Prozent Plus in zwei Wochen
  • ETF-Abflüsse von 133 Millionen Dollar im März
  • Ripple plant PayFi-Plattform für 2026 mit fünf Übernahmen
  • Rechtliche Unsicherheit in USA, EU und Asien nimmt ab

Der Kurs von XRP bewegte sich in den vergangenen Tagen um die Marke von 1,50 Dollar. In der Woche bis zum 13. März verzeichneten auf XRP spezialisierte ETFs Nettoabflüsse von 76,1 Millionen Dollar – ein Anstieg um 151 Prozent gegenüber der Vorwoche. Insgesamt beliefen sich die Abflüsse im März auf 133 Millionen Dollar. Gleichzeitig legte der Kurs in den 15 Tagen zuvor um rund 11 Prozent zu, was die Frage aufwirft, wie sich institutionelles Interesse und Privatanleger-Nachfrage derzeit zueinander verhalten.

Ripple selbst treibt seine Expansion voran. Das Unternehmen kündigte eine PayFi-Plattform für 2026 an, die auf dem hauseigenen Stablecoin RLUSD basieren soll. Fünf Übernahmen sollen Verwahrungs- und Treasury-Funktionen ergänzen, um größere Liquiditätsströme über XRP abzuwickeln. Führungskräfte des Unternehmens besuchten in nur fünf Tagen Dublin, London, Singapur und Sydney – eine Reise, die auf verstärkte Bemühungen im Bereich grenzüberschreitender Zahlungen hindeutet.

Rechtliche Rahmenbedingungen klären sich schrittweise

Die regulatorische Lage für XRP hat sich in mehreren Regionen entspannt. In den USA, der EU und Teilen Asiens sinkt das rechtliche Risiko für Institutionen, die ein Engagement in XRP erwägen. Die MiCA-Verordnung in Europa und Anpassungen in Japan schaffen klarere Bedingungen. Diese Entwicklung dürfte langfristig den Zugang für größere Marktteilnehmer erleichtern.

Allerdings bleibt die Debatte über Ripples Geschäftsmodell lebendig. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, dass Aktienrückkäufe im Wert von 750 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar vor allem Anteilseignern zugutekommen, während XRP-Käufer keine direkten Eigentumsrechte erhalten. David Schwartz, ehemaliger CTO von Ripple, entgegnete, dass sichtbare Verkaufsdrücke im Markt für alle Teilnehmer gleichermaßen erkennbar seien und niedrigere Preise auch Akkumulationschancen böten.

XRP/US-Dollar Chart

Technische Lage zeigt enge Handelsspanne

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich XRP unterhalb der 26- und 50-Tage-EMAs in einer engen Spanne. Unterstützung liegt im Bereich von 1,35 bis 1,40 Dollar. Kurzfristige Ausbruchsziele werden bei 1,50 und 1,70 Dollar gesehen, während ein Rückgang in Richtung 1,20 bis 1,30 Dollar als Abwärtsrisiko gilt.

Analyst Javon Marks sieht trotz der aktuellen Seitwärtsbewegung Potenzial für eine größere Aufwärtsbewegung. Er verweist auf eine Flaggenformation, die bei einem Ausbruch Ziele zwischen 7 und 15 Dollar ermöglichen könnte. Wichtige Widerstände liegen bei 1,90 und 3,60 Dollar, Unterstützungen bei 0,95 und 0,65 Dollar.

Schwartz selbst äußerte sich skeptisch zu extremen Kursrückgängen. Er bezeichnete eine Rückkehr in den Bereich von 0,25 Dollar als unwahrscheinlich, räumte aber ein, dass XRP bereits einmal von rund 3 Dollar auf 0,20 Dollar gefallen sei. Welche Faktoren – institutionelle Nachfrage, ETF-Dynamik oder Ripples Verkaufsstrategie – künftig überwiegen, lässt sich aus den vorliegenden Daten noch nicht eindeutig ableiten.

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