Ripple hat am Montag turnusgemäß eine Milliarde XRP aus dem monatlichen Escrow-Konto freigegeben, verteilt auf drei Transaktionen. Solche Freisetzungen gehören zum festen Ablauf des Unternehmens und wiederholen sich Monat für Monat. Medienberichten zufolge verblieben nach der Freigabe je nach Quelle zwischen rund 31,14 und 31,28 Milliarden XRP im Escrow – ein Unterschied, der die grundsätzliche Größenordnung aber nicht verändert.
Während der Unlock allein selten größere Kursreaktionen auslöst, richtet sich der Blick der Anleger derzeit stärker auf die Produktseite. Am Dienstag reichte ProShares Unterlagen für einen ProShares XRP ETF sowie einen gehebelten ProShares Ultra XRP ETF ein. Eine Einreichung ist noch keine Zulassung durch die US-Börsenaufsicht SEC, signalisiert aber wachsendes Interesse etablierter Fondsanbieter an XRP-Produkten.
ETF-Zuflüsse bleiben moderat, aber positiv
Für die bereits gehandelten US-XRP-ETFs meldeten Medien am Dienstag Netto-Zuflüsse von 14,38 Millionen US-Dollar. Angeführt wurde das Feld vom XRPZ von Franklin Templeton mit 6,63 Millionen US-Dollar, gefolgt vom GXRP von Grayscale und dem XRPC von Canary Capital.
Die Zuflüsse fallen damit deutlich kleiner aus als in früheren Rekordphasen, bleiben aber im positiven Bereich – ein Hinweis darauf, dass institutionelles Interesse trotz der jüngsten Kursschwäche nicht abreißt.
Parallel dazu bahnt sich mit Evernorth Holdings und Armada Acquisition Corp. II ein weiterer Baustein für institutionellen XRP-Zugang an. Die SEC erklärte die gemeinsame Fusionsunterlage der beiden Unternehmen für wirksam, Armada-Aktionäre sollen am 30. September darüber abstimmen. Wird die Fusion genehmigt, soll das kombinierte Unternehmen unter dem Ticker XRPN an der Nasdaq notieren.
Politischer Termin am 15. September rückt näher
Im Hintergrund bleibt die Regulierung das große Thema für XRP-Investoren: Der US-Senat hat für den 15. September eine Cloture-Abstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act angesetzt. Das Gesetz gilt als zentraler Baustein für einen verlässlichen Rechtsrahmen für Kryptowährungen in den USA und wird von XRP-Händlern entsprechend genau verfolgt.
Am Kurs selbst zeigt sich die Gemengelage aus Unlock, ETF-Nachrichten und politischer Unsicherheit deutlich. XRP notiert bei 1,34 US-Dollar und hat allein am heutigen Mittwoch 2,9 Prozent verloren, auf Wochensicht steht ein Minus von 6,6 Prozent zu Buche.
Über 30 Tage gerechnet liegt die Kryptowährung dennoch mit 23 Prozent im Plus, was den kurzfristigen Rückschlag relativiert. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 1,15 US-Dollar hält der Kurs weiterhin einen Abstand von 16 Prozent nach oben, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet, auch wenn die jüngsten Tage schwächer ausfielen.
Zusätzlichen Rückenwind für den gesamten Kryptomarkt hatte Mitte August eine Ankündigung des US-Finanzministeriums geliefert, das seine Rückkaufoperationen für langlaufende Anleihen von maximal 2 auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar je Operation ausweitet. Die Maßnahme greift vom 9. September bis zum 4. November und wurde damals als kurzfristiger Treiber für Kryptowerte einschließlich XRP genannt.
XRP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 02. September liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
