XRP: Intesa Sanpaolo investiert 18 Millionen

XRP scheitert am Widerstand bei 1,15 US-Dollar. Politische Unsicherheit und schwaches Volumen belasten, während Großinvestoren weiter aufbauen.

Auf einen Blick:
  • Kurs prallt an 1,15 US-Dollar ab
  • US-Senat vertagt Krypto-Abstimmung
  • Fast 5.000 neue Wallets täglich
  • Standard Chartered senkt Kursziel

Der XRP-Kurs beißt sich an der Marke von 1,15 US-Dollar die Zähne aus. Mangelndes Handelsvolumen ließ den jüngsten Vorstoß scheitern. Aktuell konsolidiert der Token bei 1,10 US-Dollar. Starke Fundamentaldaten und das schwache Chartbild zeichnen dabei ein widersprüchliches Bild.

Technik trifft auf schwachen Markt

Der Ausbruch über den hartnäckigen Widerstand schlug kürzlich fehl. Der gesamte Kryptomarkt agiert derzeit äußerst vorsichtig. XRP verlor gestern knapp zwei Prozent. Der Token sucht nun nach einem stabilen Boden. Damit bleibt der kurzfristige Abwärtstrend intakt. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie beträgt mittlerweile rund 25 Prozent.

Hängepartie im US-Senat

Die Anleger warten auf ein klares Signal aus der Politik. Ein Hauptgrund für die aktuelle Zurückhaltung liegt in Washington. Eine wichtige Abstimmung zur US-Kryptogesetzgebung verzögert sich. Ursprünglich war ein Votum für Anfang Juli geplant. Der Senat verabschiedete sich jedoch ohne Entscheidung in die Sommerpause. Die Abgeordneten streiten weiterhin über die genaue Einstufung neuer Token. Die finale Abstimmung findet nun frühestens im August statt. Das bremst die Kauflaune spürbar.

Wale nutzen die Schwäche

Trotz der charttechnischen Schwäche zeigt das Netzwerk überraschende Aktivität. Ende Juni entstanden an einem einzigen Tag fast 5.000 neue Wallets. Das ist der stärkste Zuwachs seit drei Monaten. Großinvestoren positionieren sich offenbar für eine Erholung. Kein Wunder. Die Bank Intesa Sanpaolo investierte kürzlich 18 Millionen US-Dollar in XRP. Institutionelles Geld fließt also weiterhin in den Markt. Kleinanleger halten sich parallel dazu spürbar zurück.

Die Analysten von Standard Chartered bewerten die Lage derweil kritischer. Die Bank senkte ihr Kursziel drastisch auf 2,80 US-Dollar. Sie begründet diesen Schritt mit sinkenden ETF-Zuflüssen in den gesamten Sektor. Ein nachhaltiger Trendwechsel erfordert nun einen schnellen Sprung über die Hürde bei 1,15 US-Dollar. Gelingt dieser Vorstoß in den kommenden Wochen nicht, droht ein erneuter Test der bisherigen Jahrestiefs.

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