XRP: Cross River integriert RLUSD statt XRP

Symbolbild, KI-generiert

XRP-Spot-ETFs verbuchten 11,31 Millionen US-Dollar Nettozuflüsse; mehrere neue Ledger-Partnerschaften setzen auf RLUSD statt XRP.

Auf einen Blick:
  • Ledger-Update für 23. Oktober vorgesehen
  • Aktivierung hängt von Validatoren-Unterstützung ab
  • XRP-ETFs mit 13 Wochen Zuflüssen
  • Partnerschaften nennen RLUSD als Zahlungsinstrument

Für XRP bleibt die Unterscheidung zwischen Fortschritten im Netzwerk und direkter Token-Nachfrage entscheidend. Die gestern gemeldete Planung einer weiteren technischen Änderung am XRP Ledger zielt auf die Sicherheit. Neue Partnerschaften erweitern zugleich dessen Einsatzmöglichkeiten. Mehrere Vereinbarungen nennen allerdings den Stablecoin RLUSD als Zahlungs- oder Abwicklungsinstrument – nicht XRP.

Technische Sicherheit als Voraussetzung

Medienberichten zufolge ist die Aktivierung der Änderung fixCleanup3_4_0 für den 23. Oktober vorgesehen. Sie soll einen Berechtigungsfehler bei PaymentBurn beheben. Voraussetzung bleibt, dass die Unterstützung der Validatoren oberhalb der erforderlichen Schwelle liegt. Der Termin ist damit noch keine Zusage für die tatsächliche Aktivierung.

Für Anleger steht bei dieser Nachricht zunächst die technische Verlässlichkeit des Netzwerks im Mittelpunkt. Aus einer Fehlerbehebung allein lässt sich keine zusätzliche Nachfrage nach XRP ableiten. Ebenso wenig ist die geplante Änderung bereits als abgeschlossene Verbesserung zu behandeln.

Bereits am 9. Oktober hatten RippleX und die XRP Ledger Foundation eine Schwachstelle in der Zahlungsengine offengelegt. Diese hätte unter bestimmten Bedingungen die unbefugte Erzeugung von Token ermöglichen können. Nach ihren Angaben wurde sie in der Softwareversion xrpld 3.4.1 behoben. Die Untersuchung fand keine Hinweise auf eine Ausnutzung in öffentlichen Netzwerken.

Bankenanbindung bedeutet nicht automatisch XRP-Nutzung

Auch die neuen Zahlungskooperationen erfordern eine genaue Abgrenzung. Sie betreffen Infrastruktur auf dem XRP Ledger, benennen aber nicht durchgehend XRP als eingesetzten Vermögenswert.

Cross River Bank kündigte am Donnerstag an, Ripples RLUSD in ihr Kernbankensystem zu integrieren. Vorgesehen sind Transaktionen über den XRP Ledger und der Zugang über eine einzige Programmierschnittstelle. Als Zahlungsinstrument nennt die Ankündigung RLUSD.

Die am Mittwoch angekündigte Zusammenarbeit von Ripple und DriveWealth betrifft ebenfalls die RLUSD-Abwicklungsinfrastruktur auf dem XRP Ledger. Der Start ist in Europa vorgesehen, eine Expansion in die USA geplant. XRP wird dabei nicht als Abwicklungsinstrument genannt.

Einen ausdrücklichen Bezug zum Token hat dagegen die ebenfalls am Mittwoch gemeldete Kooperation von Ripple und Privy. Die programmierbaren Wallets für Entwickler sollen XRP, RLUSD und weitere Vermögenswerte des Ledgers unterstützen. Vorgesehen sind außerdem Zahlungsabläufe für KI-Agenten. Auch diese Unterstützung ist jedoch nicht mit einer bereits gemessenen zusätzlichen Nutzung gleichzusetzen.

Fondsnachfrage liefert einen anderen Beleg

Ein direkterer Hinweis auf Anlegerinteresse kommt von den US-Spot-ETFs auf XRP. Medienberichten zufolge verzeichneten sie in der am 9. Oktober beendeten Woche Nettozuflüsse von 11,31 Millionen US-Dollar. Damit verlängerte sich ihre wöchentliche Zuflussserie auf 13 Wochen.

Für die Einordnung ergibt sich ein differenziertes Bild: Fondszuflüsse dokumentieren Kapitalbewegungen, Wallet-Unterstützung schafft Einsatzmöglichkeiten und RLUSD-Partnerschaften erweitern die Infrastruktur. Diese Entwicklungen sind für XRP nicht gleichbedeutend. Entscheidend bleibt, ob eine konkrete Anwendung den Token tatsächlich einsetzt.

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