XRP: 40 Prozent Minus seit Jahresbeginn

XRP fällt unter wichtige Unterstützung, während institutionelle Produkte Zuflüsse verzeichnen. Technische Indikatoren zeigen extreme Überverkaufssignale.

Auf einen Blick:
  • Kursrutsch unter 1,25 US-Dollar
  • Institutionelle Zuflüsse von 20 Mio. Dollar
  • RSI auf extrem überverkauftem Niveau
  • KalshiEX beantragt XRP-Perpetual-Futures

Starke Zuflüsse von institutioneller Seite, schrumpfende Bestände auf den Börsen – und trotzdem stürzt der Kurs ab. Bei XRP klaffen Fundamentaldaten und Preisentwicklung derzeit massiv auseinander. Die Kryptowährung durchbrach wichtige Unterstützungsmarken.

Der Ausverkauf drückte den Token aus seiner monatelangen Seitwärtsphase. Aktuell notiert XRP bei 1,13 US-Dollar. Damit verliert der Coin auf Wochensicht knapp 14 Prozent, seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 40 Prozent.

Mit dem Rutsch unter die Marke von 1,25 US-Dollar brach eine zentrale Haltezone weg. Der Verkaufsdruck trieb den Relative-Stärke-Index (RSI) auf einen extrem überverkauften Wert von 20,8. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist mittlerweile auf über 30 Prozent angewachsen.

Diskrepanz zwischen Kurs und Kapitalfluss

Diese technische Schwäche überrascht beim Blick auf die Kapitalströme. XRP-Anlageprodukte verzeichneten zuletzt wöchentliche Zuflüsse in Höhe von 20,3 Millionen US-Dollar. Im selben Zeitraum zogen Investoren rund 1,5 Milliarden US-Dollar aus dem breiteren Markt für digitale Vermögenswerte ab.

Parallel dazu sinkt das verfügbare Angebot auf den Handelsplattformen. In den vergangenen Tagen flossen mehr als 25 Millionen Token von den Börsen ab. Krypto-Händler werten solche Abhebungen oft als Signal, dass diese Bestände nicht für den sofortigen Verkauf vorgesehen sind.

Neuer Vorstoß am Derivatemarkt

Abseits des Spotmarktes baut die regulierte Infrastruktur weiter auf. Die US-Börse KalshiEX hat die Zulassung für Krypto-Perpetual-Futures beantragt, darunter auch Barausgleichsverträge für XRP. Diese Instrumente richten sich primär an Marktteilnehmer, die ihre Bestände oder Zahlungsströme absichern wollen.

Das schwache Marktumfeld bremst jegliche Erholungsversuche. Bitcoin rutschte in Richtung der Marke von 62.428 US-Dollar ab. Ethereum gab im Tagesverlauf noch deutlicher nach und fiel auf rund 1.675 US-Dollar.

Die kurzfristige Richtung hängt nun an der technischen Gegenreaktion. Gelingt keine schnelle Rückeroberung der Zone um 1,14 US-Dollar, droht ein Test tieferer Niveaus. Ein erstes Signal für ein Ende des Abwärtstrends liefert der Chart erst wieder bei einem nachhaltigen Sprung über den neuen Widerstand bei 1,28 US-Dollar.

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