XRP: 39,78 Millionen Dollar ETF-Zuflüsse

US-Spot-ETFs auf XRP verzeichnen beste Woche seit Mai mit 39,78 Mio. Dollar Nettozufluss. Wal-Akkumulation und erster koreanischer Bankkunde stützen den Token.

Auf einen Blick:
  • Beste ETF-Woche seit Mai
  • Rekordzuflüsse von 1,55 Mrd. Dollar
  • Wale akkumulieren 380 Mio. XRP
  • Erster koreanischer Bankkunde für Ripple

XRP-Spot-ETFs in den USA haben in der Woche bis zum 21. August frisches Kapital angezogen: Medienberichten zufolge flossen netto 39,78 Millionen Dollar in die Produkte, die beste Woche seit Mai. Die kumulierten Nettozuflüsse erreichten damit ein neues Rekordhoch von 1,55 Milliarden Dollar. Das Kurspaar reagierte verhalten – aktuell notiert XRP bei 1,49 US-Dollar, nach einem Minus von 1,9 Prozent im Tagesverlauf.

Die Rekordzuflüsse folgen auf eine deutlich schwächere Phase nur wenige Tage zuvor. Für die Woche bis zum 8. August waren die Nettozuflüsse Berichten zufolge um 93 Prozent auf lediglich 1,01 Millionen Dollar eingebrochen.

Der Kontrast zeigt, wie sensibel institutionelles Kapital derzeit auf Nachrichtenlage und Marktstimmung reagiert. Zwischenzeitlich hatte sich das Bild bereits am 18. August aufgehellt, als Bitwise, Grayscale und Franklin als Hauptkäufer für Tageszuflüsse von 5,81 Millionen Dollar sorgten.

Wale kaufen, Ripple bewegt eigene Bestände

Parallel zu den ETF-Bewegungen registrierten On-Chain-Beobachter eine auffällige Akkumulation großer Wallets: Innerhalb einer Woche sollen Wal-Adressen rund 380 Millionen XRP aufgebaut haben.

Das Timing fällt mit dem Auftritt von Ripple-CEO Brad Garlinghouse beim Wyoming Blockchain Symposium am 18. August zusammen, bei dem er gemeinsam mit SEC-Chairman Paul Atkins auftrat – ein Signal für Anleger, dass sich das regulatorische Klima für das Unternehmen entspannt.

Gleichzeitig bewegte Ripple selbst größere Token-Mengen. Am 13. August transferierte das Unternehmen 50 Millionen XRP im Wert von rund 50,5 Millionen Dollar an eine unbekannte Wallet, wovon später eine Million Token auf Binance weiterbewegt wurden. Solche Transfers gehören für Ripple zum operativen Alltag, werden von Marktteilnehmern aber genau beobachtet, weil sie kurzfristig Angebot am Markt signalisieren können.

Geschäftliche Fortschritte bei Zahlungsprodukten

Auch auf Geschäftsebene tat sich etwas: Ripple gewann mit der Jeonbuk Bank das erste südkoreanische Regionalinstitut als Kunden für Ripple Payments. Allerdings machte keine der beiden Seiten öffentlich, ob XRP tatsächlich als Abwicklungsasset zum Einsatz kommt – ein Detail, das die unmittelbare fundamentale Wirkung für den Token begrenzt.

Strukturell bleibt der ETF-Markt für XRP im Aufbau: Sieben US-Spot-ETFs hielten zuletzt zusammen 994,7 Millionen XRP im Wert von rund 994 Millionen Dollar, bei kumulierten Nettozuflüssen je nach Messmethode zwischen 1,47 und 1,50 Milliarden Dollar. Diese Streubreite zeigt, dass die Datenlage bei noch jungen Produkten uneinheitlich ist und Anleger unterschiedliche Berechnungsgrundlagen im Blick behalten sollten.

Die Kombination aus Rekord-Zuflüssen bei ETFs, wachsender Wal-Akkumulation und dem ersten koreanischen Bankkunden liefert für XRP derzeit gleich mehrere unabhängige Kaufargumente. Ob sich daraus eine nachhaltige Trendwende ergibt, hängt jedoch stark davon ab, ob die wöchentlichen ETF-Flüsse ihre Volatilität der vergangenen Wochen überwinden können.

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