XRP notiert bei 1,42 US-Dollar und hat damit einen kräftigen Lauf hinter sich: Binnen sieben Tagen legte die Kryptowährung 15 bis 19 Prozent zu, auf Monatssicht sogar 33 Prozent. Treiber der Rally ist eine Serie regulatorischer und institutioneller Fortschritte, die sich in den vergangenen zwei Wochen verdichtet haben.
Weißes Haus und SEC setzen Ton
Den Auftakt machte US-Präsident Trump, der am 19. August in einer Pressekonferenz den Kongress aufforderte, den CLARITY Act zu verabschieden. Das Marktstruktur-Gesetz für digitale Assets stand im Fokus eines Treffens mit Ripple-Chef Brad Garlinghouse, SEC-Chef Paul Atkins und CFTC-Chef Mike Selig. Der US-Senat hat für den 15. September eine Cloture-Abstimmung über das Gesetz angesetzt, nachdem die parlamentarische Sommerpause endet.
Parallel dazu schlug die SEC am 18. August die Regelung „Regulation Crypto Assets“ vor. Kernstück ist ein „Safe Harbor“-Mechanismus, der digitalen Assets erlauben würde, nach Erreichen bestimmter Entwicklungsmeilensteine formal aus der Wertpapiereinordnung auszuscheiden. Für XRP, dessen Klassifizierung seit Jahren Gegenstand von Auseinandersetzungen mit der Aufsicht war, wäre das ein weiterer Baustein in Richtung regulatorischer Klarheit.
Institutionelles Interesse nimmt Fahrt auf
Am 27. August erklärte die SEC die Registrierung von Evernorth Holdings für wirksam. Damit ist eine zentrale Hürde für den geplanten Nasdaq-Börsengang des XRP-fokussierten Unternehmens unter dem Kürzel XRPN genommen. Am selben Tag stellte der 21Shares XRP ETF sein Preis-Referenzsystem auf den FTSE XRP Index um und löste damit die bisherige CME CF XRP-Dollar Reference Rate ab.
Die Zuflüsse in US-Spot-XRP-ETFs untermauern das Anlegerinteresse: Am 26. August verzeichnete die Kategorie einen Nettozufluss von 28,14 Millionen US-Dollar, den zweitgrößten Tageszufluss des Jahres 2026. Angeführt wurde er von Bitwise mit 13,12 Millionen US-Dollar und Franklin Templeton mit 9 Millionen US-Dollar.
Ripple treibt Stablecoin- und Liquiditätsstrategie voran
Ripple selbst lieferte am 25. August eine weitere Nachricht: Der unternehmenseigene Stablecoin RLUSD überschritt eine Marktkapitalisierung von 2 Milliarden US-Dollar, wovon rund 963 Millionen US-Dollar direkt auf dem XRP Ledger ausgegeben wurden.
Im Rahmen eines SEC-Registrierungsantrags für den Cryptex Digital Market Cap ETF wurde zudem bekannt, dass Ripple erwägt, zusätzliches XRP aus dem Escrow freizugeben, um die On-Ledger-Liquidität für Stablecoin- und Devisenpaare zu stärken – abhängig von der Verabschiedung des CLARITY Act.
Bereits am 20. August hatte Ripple gemeinsam mit Clearpool und Cicada Partners einen institutionellen Kreditfonds auf dem XRP Ledger gestartet, der RLUSD-denominierte Darlehen an Fintech- und Zahlungsunternehmen vergibt.
Am 6. Mai demonstrierte JPMorgan zudem die technische Leistungsfähigkeit der Infrastruktur: Die Bank führte eine tokenisierte Rücknahme US-amerikanischer Staatsanleihen auf dem XRP Ledger durch und wickelte die Transaktion in unter fünf Sekunden ab.
Netzwerk-Upgrade und anstehende Entsperrung
Auf technischer Ebene stimmten Validatoren ab dem 17. August über das Confidential-MPT-Amendment (XLS-0096) ab, Bestandteil der XRPL-Version 3.3.0. Die Änderung führt eine Zero-Knowledge-Verschlüsselung für Token-Guthaben und Transferbeträge ein, während die Sichtbarkeit der Konten selbst erhalten bleibt.
Anleger sollten den 1. September im Blick behalten: An diesem Tag steht die reguläre monatliche Freigabe von einer Milliarde XRP aus dem Escrow-System an. Solche Entsperrungen gelten am Markt traditionell als Belastungsfaktor für den Kurs, auch wenn nicht die gesamte Menge sofort im Umlauf landet.
Mit einem Relativer-Stärke-Index von 71,9 signalisieren automatisierte Marktindikatoren zudem eine kurzfristig überkaufte Lage, was auf Konsolidierungsrisiken nach dem starken Anstieg hindeutet.
XRP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 28. August liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
