Südkoreas Krypto-Trader kaufen XRP in einem Tempo, das Bitcoin und Ethereum in den Schatten stellt. Der Kurs bewegt sich kaum. Dieser Widerspruch zwischen Handelsaktivität und Preisreaktion ist das eigentliche Signal des Tages.
Korea dreht das Volumen auf
Auf Upbit, der größten südkoreanischen Kryptobörse, führte das XRP/KRW-Paar die vergangenen 24 Stunden mit rund 110,9 Millionen Dollar Volumen an — vor Bitcoin mit 88,6 Millionen Dollar und Ether mit 67 Millionen Dollar. Auf Bithumb belegte XRP den zweiten Platz, ebenfalls vor BTC und ETH.
Hinter dem Schub steckt laut Ryan Yoon, Analyst bei Tiger Research, eine spezifische Anlegergruppe: Südkoreaner in ihren 40ern und 50ern, die Kapital aus einem schwächelnden Aktienmarkt abziehen. Der Kospi fiel am Dienstag deutlich, nachdem Berateräußerungen aus dem Präsidialamt Fragen zur Steuerverteilung von KI-Gewinnen aufwarfen. XRP ist für diese Anleger vertrautes Terrain — viele hielten den Token bereits 2017 und 2018.
Ein struktureller Faktor verstärkt die Konzentration auf XRP: Südkoreanische Börsen dürfen keine Futures oder Hebelprodukte anbieten. XRP fungiert damit als nächstbestes Äquivalent für risikoaffine Trader, die Bewegung suchen.
Warum der Kurs nicht folgt
XRP notiert bei rund 1,42 Dollar und liegt damit rund drei Prozent im Minus auf Tagesbasis. Die Widerstandszone zwischen 1,49 und 1,50 Dollar hält seit Februar stand. Der Grund ist strukturell: Schätzungsweise 60 Prozent des umlaufenden Angebots liegen nahe dem aktuellen Kurs — eine dichte Schicht aus Break-even-Verkäufern, die jede Erholung absorbiert.
Parallel dazu zeigt die On-Chain-Analyse ein gegenläufiges Bild. Der XRP Ledger verzeichnet laut dem Analyseunternehmen Santiment 332.230 Wallets mit mindestens 10.000 XRP — ein Allzeithoch für diese Kohorte. Der Wachstumstrend hält seit Mitte 2024 an. Santiment wertet das als Akkumulationssignal: „Historisch deutet eine steigende Zahl mittelgroßer bis großer Wallets auf wachsende Überzeugung bei Investoren hin, die weniger auf kurzfristige Kursschwankungen fokussiert sind.“
Institutionelle Geduld, regulatorischer Katalysator
Während Retail-Trader mit der Seitwärtsbewegung hadern, bauen Institutionen still Positionen auf. ETF-Zuflüsse von zuletzt 5,31 Millionen Dollar brachten die in XRP-ETFs gehaltenen Nettovermögen auf insgesamt 1,44 Milliarden Dollar.
Der nächste externe Impuls könnte regulatorischer Natur sein. Der Digital Asset Market CLARITY Act ist für ein Markup im Senate Banking Committee am 14. Mai vorgesehen — ein formaler Schritt in Richtung Plenarabstimmung. Das Gesetz soll die Klassifizierung von Krypto-Assets verbindlich regeln. Passiert die Vorlage das Committee, wäre das ein konkreter Grund für eine Neubewertung — auch bei XRP.
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