XRP legt am Montag mehr als 11 Prozent zu und notiert bei 1,28 US-Dollar. Hinter dem Anstieg stecken gleich drei Impulse: ein technisches Upgrade des Netzwerks, eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten und anhaltende institutionelle Nachfrage — während Bitcoin-ETFs Kapital verlieren.
Netzwerk-Upgrade und KI-Ambitionen
Das XRP Ledger hat mit Version 3.2.0 ein bedeutendes Update aktiviert. Die Kernsoftware trägt jetzt den Namen „xrpld“ und verbraucht 40 Prozent weniger Serverspeicher. Das macht den Betrieb von Netzwerkknoten günstiger und skalierbarer.
Parallel dazu startete am 13. Juni das XRPL AI Starter Kit. Es erlaubt Entwicklern, KI-Agenten direkt auf dem Ledger einzusetzen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse sieht KI-gesteuerte Zahlungen als eine von vier Wachstumssäulen — neben grenzüberschreitenden Zahlungen, dem RLUSD-Stablecoin und Treasury-Software.
Hormuz-Öffnung beflügelt Krypto-Markt
Den stärkeren Schub lieferte die Geopolitik. Am Montag unterzeichneten die Beteiligten ein Memorandum zur Iran-Einigung. Die Straße von Hormuz öffnet sich wieder. Der Ölpreis fiel daraufhin um rund 4 Prozent auf etwa 80 Dollar je Barrel. Bitcoin kletterte zurück über 66.000 Dollar.
XRP reagierte als hochvolatiles Asset besonders stark. Anfang Juni hatte der Kurs noch bei 1,09 Dollar gelegen — dem 52-Wochen-Tief. Auffällig: Rund 31 Prozent des Wallet-Flusses konzentrierten sich auf die südkoreanische Börse Upbit.
ETF-Zuflüsse gegen den Trend
Institutionelle Anleger setzen weiter auf XRP — auch wenn der breitere Krypto-ETF-Markt schwächelt. In der Woche bis zum 12. Juni flossen in US-amerikanische XRP-ETFs netto mehr als 10 Millionen Dollar. Bitcoin-ETFs verzeichneten in derselben Woche ihren fünften Abfluss in Folge: minus 315 Millionen Dollar.
Seit dem Start der XRP-Spot-ETFs Ende 2025 summieren sich die Zuflüsse auf rund 1,44 Milliarden Dollar. Ripple selbst peilt bis Ende 2026 einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar an — ohne die eigenen XRP-Bestände. Die Akquisition von Hidden Road, die jährlich rund drei Billionen Dollar Clearing-Volumen abwickelt, soll dieses Ziel stützen.
Regulierung bleibt das Zünglein an der Waage
Garlinghouse nutzte ein Fox-Business-Interview am Montag für eine direkte Attacke auf JPMorgan-Chef Jamie Dimon. Dieser habe den CLARITY Act „wissentlich falsch dargestellt“, um das lukrative Zahlungsgeschäft der Banken zu schützen. Der CLARITY Act würde XRP gesetzlich als digitale Ware klassifizieren und wartet derzeit auf eine Abstimmung im US-Senat.
SEC und CFTC hatten XRP im März 2026 bereits vorläufig als Commodity eingestuft. Für konservatives institutionelles Kapital reicht das offenbar nicht. Analysten nennen 1,20 Dollar als kritische Unterstützungsmarke — fällt XRP darunter, dürfte der aktuelle Aufwärtstrend schnell unter Druck geraten.
XRP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 15. Juni liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
