XPeng treibt seine internationale Expansion voran und präsentiert gleichzeitig futuristische Technik. Der chinesische Elektroautobauer bringt den neuen X9 nach Malaysia, während auf der Technikmesse IFA in Berlin ein fliegendes Fahrzeugkonzept für Aufsehen sorgt. An der Börse bleibt die Aktie davon jedoch unbeeindruckt.
Neuer X9 startet in Malaysia
Der lokale Partner Bermaz Xpeng bringt den neuen X9 in Malaysia auf den Markt. Der siebensitzige Elektro-Van startet bei 279.888 Ringgit für die Standard-Reichweiten-Version mit Hinterradantrieb. Weitere Varianten reichen bis zur Allrad-Performance-Ausführung für 333.888 Ringgit.
Technisch setzt XPeng auf zwei Batteriegrößen: Eine LFP-Zelle mit 94,8 Kilowattstunden ermöglicht 535 Kilometer Reichweite, eine größere NCM-Batterie mit 110 Kilowattstunden kommt je nach Antriebsvariante auf 580 bis 615 Kilometer.
Schnellladen von 10 auf 80 Prozent soll in nur 12 Minuten gelingen. Für die Region ist zudem eine lokale Montage in Melaka geplant, was auf langfristige Marktambitionen in Südostasien hindeutet. Auf Batterie und Fahrzeug gewährt XPeng acht respektive fünf Jahre Garantie.
Der Vorstoß nach Malaysia zeigt, dass XPeng seine Wachstumsstrategie über den chinesischen Heimatmarkt hinaus konsequent fortsetzt. Für ein Unternehmen, dessen Aktie seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht, sind neue Absatzmärkte ein wichtiger Baustein, um Anleger von der langfristigen Substanz des Geschäftsmodells zu überzeugen.
Flugauto-Show auf der IFA
Parallel zur Marktexpansion sorgte XPeng auf der IFA in Berlin für Schlagzeilen. Das Unternehmen zeigte dort den ARIDGE Land Aircraft Carrier, ein sechsrädriges Trägerfahrzeug mit 800-Volt-Siliziumkarbid-Technik und einem Range-Extender, der auf eine Reichweite von 1.000 Kilometern kommt. Das Fahrzeug kann ein mehr als 700 Kilogramm schweres Flugmodul transportieren und für bis zu sechs Flüge aufladen.
CEO He Xiaopeng kündigte an, die Massenproduktion der Flugfahrzeuge solle noch in diesem Jahr beginnen. Konkrete Angaben zur Flugdauer machte das Unternehmen bei der Präsentation nicht. Dennoch unterstreicht der Auftritt, wie XPeng sein Portfolio über klassische Elektroautos hinaus erweitert und sich als Technologiekonzern positioniert, der auch in Nischenbereiche wie fliegende Fahrzeuge investiert.
Kurs bleibt unter Druck
An der Börse spiegeln diese Nachrichten sich bislang kaum wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 9,46 Euro und verlor damit 1,2 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 5,0 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat das Papier fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt.
Der Titel notiert damit nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 9,21 Euro und mehr als 60 Prozent unter dem im November erreichten Jahreshoch von 24,40 Euro.
Auch gegenüber dem 200-Tage-Durchschnitt von 14,15 Euro liegt der Kurs deutlich zurück. Ein RSI-Wert von 36,4 signalisiert, dass der Abwärtstrend zuletzt an Dynamik verloren hat, ohne dass sich bislang eine klare Stabilisierung abzeichnet.
Für Anleger bleibt die Diskrepanz zwischen operativer Expansion und Kursentwicklung auffällig. Während XPeng mit dem X9 neue Märkte erschließt und mit futuristischen Konzepten wie dem ARIDGE für Aufmerksamkeit sorgt, wartet die Börse offenbar auf handfestere Signale zur Profitabilität, bevor sie dem Wachstumskurs wieder mehr Vertrauen schenkt.
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