XPeng kämpft an zwei Fronten. Während der Konzern seine Modellpalette aggressiv ausbaut, sendet der Aktienkurs ein Warnsignal. Die Papiere rutschten am Freitag unter eine wichtige charttechnische Marke.
Mit einem Minus von 0,89 Prozent auf 11,16 Euro fiel der Titel unter seinen 20-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat die Aktie damit bereits über 38 Prozent an Wert verloren. Der Abwärtstrend seit Mitte März bleibt vorerst intakt.
Billig-Stromer gegen BYD
Operativ drückt XPeng dagegen aufs Tempo. Die neue Submarke MONA soll mit dem Modell D11T den Massenmarkt erobern. Der geplante Preis liegt bei etwa 12.700 Euro. Damit greift das Unternehmen Platzhirsche wie BYD und Geely direkt im Niedrigpreissegment an.
Parallel dazu liefert der Konzern Technologie an Volkswagen. Die Partner nutzen die gemeinsam entwickelte Elektronik-Architektur künftig auch für Verbrenner-Modelle in China. Das unterstreicht die Rolle von XPeng als Software-Partner für den VW-Konzern.
Expansion nach Australien
Die Expansion nach Ozeanien steht ebenfalls fest auf dem Plan. In Australien und Neuseeland sollen in den nächsten sechs Monaten fünf neue Modelle starten. Ein Netzwerk aus 50 Verkaufsstellen soll dort den Markteintritt absichern.
XPeng muss nun beweisen, dass die Expansion nicht zu Lasten der Profitabilität geht. Im Fokus stehen die Auslieferungszahlen für August. Diese Daten werden zeigen, ob die hohe Nachfrage nach der neuen MONA-Serie die massiven Investitionskosten rechtfertigen kann.
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