XPengs neuer MONA L03 bricht alle internen Bestellrekorde. Die Aktie reagiert am Dienstag mit einem Plus von 3,89 Prozent auf 11,76 Euro. Der globale Marktstart des Kompakt-SUV-Coupés ist für den 16. Juli 2026 in München angesetzt.
Vorbestellungen übertreffen alle Vorgängermodelle
Die Vorverkaufsphase für den L03 startete Anfang Juli. Nach Unternehmensangaben hat das Bestellvolumen bereits alle bisherigen XPeng-Modelle in der jeweiligen Einführungsphase übertroffen. In China kostet der Wagen zwischen 143.800 und 165.800 Yuan, umgerechnet etwa 18.300 bis 21.100 Euro. In Europa soll der Einstiegspreis bei rund 35.000 Dollar liegen.
Das Management bezeichnet den L03 als geplanten „globalen Blockbuster“. Das Ziel ist ambitioniert: 30 bis 40 Prozent der Verkäufe sollen binnen eines Jahres außerhalb Chinas stattfinden. Aktuell verkauft XPeng in 64 Ländern, internationale Auslieferungen machen bisher nur rund 20 Prozent des Gesamtvolumens aus.
Hohe Rechenleistung für die Mittelklasse
Ein zentrales Verkaufsargument ist die Rechenleistung. Die Variante „Ultra SE“ verbaut zwei Turing-KI-Chips mit bis zu 1500 TOPS. Damit übertrifft der L03 die meisten Konkurrenten in seiner Preisklasse deutlich.
Das Fahrzeug nutzt das System „VLA 2.0“ für autonomes Fahren. Es kommt komplett ohne Lidar und ohne hochauflösende Karten aus und stützt sich stattdessen rein auf Kamera-Technik. XPeng plant, diese Technologie ab 2027 auch international auszurollen.
Testfahrten in München
Vor dem Marktstart am 16. Juli wurden bereits Testfahrzeuge des L03 auf öffentlichen Straßen in München gesichtet. Die Wagen trugen Aufkleber mit der Bezeichnung „NGP powered by VLA 2.0“ – ein Hinweis darauf, dass XPeng das Navigationssystem gezielt auf europäische Straßenverhältnisse kalibriert.
Der L03 basiert auf einer mehrschichtigen Fahrzeugarchitektur und kommt in zwei Antriebsvarianten:
- Batterie-elektrisch (BEV): 69-kWh-LFP-Akku, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden, WLTP-Reichweite von rund 520 Kilometern
- Range Extender (EREV): 1,5-Liter-Generator plus 37,25-kWh-Batterie, rein elektrische Reichweite von etwa 200 Kilometern, Gesamtreichweite bis zu 1.000 Kilometer
Kurs bleibt unter Druck
Der Tagesgewinn täuscht über die langfristige Schwäche der Aktie hinweg. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 32,61 Prozent, auf Zwölfmonatssicht liegt das Papier 22,38 Prozent im Minus. Zum 52-Wochen-Hoch von 24,40 Euro aus dem November 2025 fehlen aktuell knapp 52 Prozent.
Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei 10,92 Milliarden Euro. Der Kurs notiert weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 12,75 Euro und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 16,20 Euro – ein Zeichen, dass der jüngste Sprung den mittelfristigen Abwärtstrend bislang nicht durchbrochen hat.
Parallel zum L03-Launch treibt XPeng weitere Projekte voran. In Guangzhou testet der Konzern ein Robotaxi-System, CEO He Xiaopeng absolvierte kürzlich die erste autonome Fahrt mit dem reinen Kamera-System VLA 2.0. XPeng will dabei als Technologielieferant für lokale Verkehrsbetriebe auftreten, nicht als eigener Flottenbetreiber. Zusätzlich prüft das Unternehmen laut Berichten die Übernahme eines Volkswagen-Werks in Europa, um die lokale Produktion auszubauen.
XPeng (ADR)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XPeng (ADR)-Analyse vom 14. Juli liefert die Antwort:
Die neusten XPeng (ADR)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XPeng (ADR)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
