XPeng treibt sein Auslandsgeschäft weiter voran. In Dubai stellte der Hersteller zwei neue Flaggschiff-SUVs vor, parallel kündigt er den Einstieg in Südkorea an. Beide Schritte zeigen, wie konsequent der Konzern auf Märkte außerhalb Chinas setzt.
Dubai: Reichweite gegen die Hitze
Auf seiner Brand Night in Dubai präsentierte XPeng die SUVs GX und G9L. Beide nutzen erstmals den hauseigenen Kunpeng-Range-Extender, der laut Unternehmen bis zu 1.210 Kilometer kombinierte Reichweite nach NEDC ermöglicht. Das Konzept zielt auf lange Strecken, extreme Hitze und lückenhafte Ladeinfrastruktur in der Region. Ein GX schaffte vorab nach Unternehmensangaben 1.231 Kilometer von den Emiraten nach Oman ohne Ladestopp.
Die Nachfrage fällt bereits vor den ersten Auslieferungen hoch aus: Für den GX liegen mehr als 4.000 bestätigte Bestellungen aus der Region vor, davon 800 aus den Emiraten. In den Emiraten kostet der GX 299.000 Dirham, der G9L startet im Vorverkauf bei 259.000 Dirham. Beide Modelle kommen zeitgleich in elf Ländern auf den Markt, die Vorbestellungen laufen.
Der Ausbau soll weitergehen. Bis Jahresende will XPeng alle sechs GCC-Staaten bearbeiten, neue Vertriebspartner in Kuwait und Oman sind unterzeichnet. 2027 sollen mehr als 20 Länder und Regionen mit über 100 Verkaufs- und Servicestellen hinzukommen. Binnen eines Jahres plant der Konzern zudem sechs Modelle, die speziell für den Nahen Osten entwickelt werden.
Südkorea: Volvo-Veteran als Landeschef
Parallel dazu holt XPeng Lee Man-sik als Geschäftsführer für Korea. Der Branchenkenner ist seit 2003 bei Volvo Cars Korea und half dort, die Marke als führenden Premium-Importeur zu etablieren. Sein Amt beginnt am 1. Dezember 2026. Zu Starttermin und lokalem Geschäftsmodell macht der Konzern noch keine Angaben.
Die Expansion fußt auf starken Zahlen. Im Oktober lieferte XPeng weltweit 50.237 Fahrzeuge aus, ein Monatsrekord. Das Auslandsgeschäft legte mit 13.326 Einheiten um 166 Prozent zu. Der Konzern ist inzwischen in 83 Ländern und Regionen aktiv.
Mehr als Autos
Im Nahen Osten will XPeng auch sein Physical-AI-Portfolio platzieren. Der Humanoide IRON soll ab dem ersten Halbjahr 2027 erste Auslandskunden erreichen. Für die Flugautos gilt die Region als einer der frühesten Auslandsmärkte; in den Emiraten bereiten Partner einen regulatorischen Testrahmen vor. Auch der Robotaxi-Dienst soll dort geprüft werden.
Den nächsten Belastungstest für die Strategie liefert XPeng am 16. November mit den Zahlen zum dritten Quartal.
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