XPeng Aktie: Jahrestief bei 12,16 Euro

Die Aktie von XPeng fällt auf ein neues Jahrestief, während operative Fortschritte und Börsenstimmung auseinanderklaffen. Analysten warten auf Q2-Daten.

Auf einen Blick:
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Kursverlust von fast 50 Prozent seit Hoch
  • Auslieferungen steigen im Mai leicht
  • Nettoverlust im ersten Quartal gestiegen

Ein neues 52-Wochen-Tief, ein Kursrückgang von fast 29 Prozent seit Jahresbeginn — und das trotz steigender Auslieferungszahlen. Bei XPeng klaffen operative Fortschritte und Börsenstimmung weit auseinander.

Kurs nahe am Boden, Zahlen gemischt

Am Donnerstag markierte die XPeng-Aktie ein Jahrestief von 12,16 Euro. Der gestrige Schlusskurs von 12,44 Euro liegt nur 2,3 Prozent darüber. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 24,40 Euro hat das Papier fast die Hälfte seines Wertes verloren.

Die Schwäche zieht sich durch alle Zeitfenster. In den vergangenen sieben Tagen verlor die Aktie knapp zehn Prozent, im Monatsverlauf über zwölf Prozent. Der Kurs notiert deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 14,56 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 16,94 Euro. Das ist kein kurzfristiges Rauschen — das ist ein anhaltender Abwärtstrend.

Dabei liefert das Unternehmen durchaus: Im Mai 2026 übergab XPeng 32.158 Fahrzeuge, vier Prozent mehr als im Vormonat. Der sequenzielle Anstieg reicht dem Markt offenbar nicht.

Q1 zeigt Fortschritte — und Verluste

Der Quartalsbericht für das erste Quartal 2026 lieferte ein geteiltes Bild. Der Umsatz fiel um 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 13,03 Milliarden Renminbi. Der Fahrzeugumsatz brach sogar um 23,5 Prozent ein.

Die Margen entwickelten sich besser. Die Bruttomarge stieg auf 20,6 Prozent, nach 15,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Fahrzeugmarge verbesserte sich von 10,5 auf 12,1 Prozent.

Unterm Strich blieb XPeng jedoch verlustreich. Der Nettoverlust im ersten Quartal betrug 1,78 Milliarden Renminbi — nach einem Verlust von 0,66 Milliarden Renminbi im Vorjahreszeitraum und einem Gewinn von 0,38 Milliarden Renminbi im Vorquartal. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Hochgesteckte Ziele für Q2

Das Management hat für das zweite Quartal 2026 zwischen 100.000 und 106.000 Auslieferungen in Aussicht gestellt. Das wäre ein Anstieg von rund 60 bis 69 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Der Umsatz soll auf 19,6 bis 20,8 Milliarden Renminbi klettern — ein Jahresvergleichsplus von etwa sieben bis vierzehn Prozent.

Die Mai-Zahlen zeigen zwar eine positive Richtung. Für das volle Quartalsziel braucht XPeng aber eine deutlich höhere monatliche Schlagzahl. Jede Lücke zwischen Prognose und tatsächlichen Auslieferungen dürfte den Druck auf die Aktie verstärken.

Chinas EV-Markt bleibt schwierig

Das Marktumfeld hilft nicht. In China sanken die Pkw-Neuzulassungen im Mai um 23,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,44 Millionen Fahrzeuge. Der Anteil der Elektrofahrzeuge wächst zwar weiter — aber ein intensiver Preiskampf drückt die Margen vieler Hersteller. Auslandsgeschäfte gewinnen deshalb an Bedeutung.

Für XPeng bedeutet das: Selbst steigende Auslieferungszahlen überzeugen Investoren wenig, solange Preisdruck und Nachfrageschwankungen die Gewinnqualität belasten.

Der RSI von 34,2 signalisiert, dass die Aktie nahe an überverkauftem Terrain notiert. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 42,38 Prozent zeigt, wie heftig die Ausschläge bleiben. Eine nachhaltige Stabilisierung über dem Jahrestief wäre das erste konkrete Signal einer Trendwende — die Q2-Auslieferungsdaten, die im Juli erwartet werden, liefern den nächsten harten Test.

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