Der Durchbruch ist geschafft. XPeng hat im vierten Quartal 2025 erstmals einen positiven Nettogewinn von 0,38 Milliarden RMB erzielt. Die Bruttomarge kletterte auf ein Rekordhoch von 21,3 Prozent. Gleichzeitig steigerte der chinesische Elektroautobauer die Fahrzeugmarge auf 13,0 Prozent. Das sind beachtliche Zahlen für ein Unternehmen, das noch vor einem Jahr tiefrote Zahlen schrieb.
Die Aktie reagiert dennoch mit einem Minus von 3,4 Prozent im vorbörslichen Handel. Offenbar reicht der historische Gewinn den Anlegern nicht aus. Die Gesamtauslieferungen im Jahr 2025 verdoppelten sich nahezu auf 429.445 Fahrzeuge, ein Plus von 125,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz legte im Gesamtjahr um 87,7 Prozent auf 76,72 Milliarden RMB zu. Doch der Markt schaut nach vorn, nicht zurück.
Xpeng Aktie Chart
Der Ausblick trübt die Stimmung deutlich
Genau hier liegt das Problem. Für das erste Quartal 2026 erwartet XPeng nur noch 61.000 bis 66.000 Auslieferungen. Das entspricht einem Rückgang von bis zu 35 Prozent im Jahresvergleich. Auch beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit einem Minus von bis zu 22,84 Prozent. Diese Prognose wirft Fragen auf, gerade nach dem starken Schlussspurt im vierten Quartal mit 116.249 ausgelieferten Fahrzeugen.
Die Cash-Position liegt mit 47,66 Milliarden RMB solide da. CEO Xiaopeng He spricht vollmundig von einem historischen Wendepunkt für Physical AI-Anwendungen und kündigt die internationale Expansion an. Doch die schwachen Zahlen für Januar und Februar 2026 mit nur 35.267 Auslieferungen sprechen eine andere Sprache. Der Wettbewerb in China ist brutal, die Margen bleiben trotz Verbesserung dünn.
XPeng steht jetzt vor der Bewährungsprobe. Der erste Quartalsgewinn ist ein Meilenstein, keine Garantie. Die nächsten Monate werden zeigen, ob das Unternehmen dauerhaft profitabel wirtschaften kann oder ob es sich nur um eine Momentaufnahme handelt. Anleger bleiben skeptisch, zu Recht.
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