XPeng hat das zweite Quartal mit 103.295 ausgelieferten Fahrzeugen abgeschlossen. Das trifft exakt die eigene Prognose von 100.000 bis 106.000 Einheiten. Operativ ist das ein Haken in der Checkliste — an der Börse reicht das allein nicht.
Starkes Quartal, starker Juni
Der Juni war der stärkste Monat des Quartals: 40.126 Fahrzeuge wurden ausgeliefert. Das SUV-Modell GX kam dabei auf 6.739 Einheiten. Außerdem lief das 10.000ste GX-Exemplar vom Band.
Wichtiger ist der Vergleich mit dem Vorquartal. Im ersten Quartal 2026 lieferte XPeng 62.682 Fahrzeuge aus. Das zweite Quartal liegt damit rund 65 Prozent höher. Das ist ein klarer Schub — und die Basis für die Erwartungen an den nächsten Finanzbericht.
MONA L03 als nächster Treiber
XPeng kündigt für Juli den Start des MONA L03 in China an. Presales und globaler Launch sollen zeitgleich beginnen. Das Modell ist Teil einer breiteren Produktoffensive: Für 2026 plant das Unternehmen insgesamt vier neue Modelle. Der GX war im Mai gestartet. Der L03 wäre der nächste Schritt.
Kurs weit unter alten Hochs
Die Lieferdaten kommen in einem schwierigen Marktumfeld für die Aktie. Bei 11,64 Euro schloss das Papier zuletzt. Über sieben Tage steht ein Plus von knapp 6 Prozent — aber der 30-Tage-Wert liegt bei minus 21 Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund ein Drittel ihres Wertes verloren.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 24,40 Euro beträgt mehr als 50 Prozent. Sowohl der 50-Tage-Durchschnitt von 13,29 Euro als auch der 200-Tage-Durchschnitt von 16,50 Euro liegen deutlich über dem aktuellen Kurs. Der Markt wartet auf mehr als Volumen.
Margen und Verluste im Blick
Im ersten Quartal 2026 meldete XPeng einen Nettoverlust von 1,78 Milliarden Renminbi. Der Umsatz fiel um 17,6 Prozent auf 13,03 Milliarden Renminbi. Die Fahrzeugmarge lag bei 12,1 Prozent.
Für das zweite Quartal hatte XPeng einen Umsatz zwischen 19,60 und 20,80 Milliarden Renminbi in Aussicht gestellt. Das Lieferziel ist nun erfüllt. Ob die höheren Stückzahlen auch Umsatz, Marge und Verlustentwicklung verbessert haben, zeigt erst der Quartalsbericht. Bis dahin bleibt die Kurserholung an Zahlen geknüpft — nicht an Versprechen.
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