XPeng steht vor einer entscheidenden Woche. Nach einem schwachen Jahresstart muss der chinesische Elektroauto-Pionier nun beweisen, dass die neue Modelloffensive Früchte trägt. Die kommenden Auslieferungszahlen für den Mai gelten als Gradmesser für den Erfolg des neuen Flaggschiffs GX.
Das Management peilt für das zweite Quartal bis zu 106.000 Fahrzeuge an. Da im April bereits rund 31.000 Autos ausgeliefert wurden, müssen im Mai und Juni zusammen hohe Stückzahlen folgen.
Konkret fehlen noch mindestens 69.000 Einheiten für das obere Zielende. Das entspräche einem Wachstum von fast 70 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
SUV-Flaggschiff treibt die Nachfrage
Der neue GX-Geländewagen scheint den Nerv der Kunden zu treffen. Marktberichte beziffern die Bestellungen im Mai auf etwa 50.000 Stück. Besonders auffällig: Über 80 Prozent der Käufer entscheiden sich für die teureren Ausstattungsvarianten.
Die hohe Nachfrage führt allerdings zu logistischen Engpässen. Käufer müssen derzeit bis zu 30 Wochen auf bestimmte Konfigurationen warten. Parallel dazu treibt XPeng die Produktion in Europa voran, wo der P7+ im österreichischen Graz vom Band läuft.
Analysten werden optimistischer
Die Investmentbank Macquarie stufte die Aktie jüngst auf „Buy“ hoch. Analysten verweisen auf den starken Auftragseingang und kommende Modelle der Marke MONA. Jefferies bestätigte ebenfalls die Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 25,20 US-Dollar.
Finanziell verfügt XPeng über ein Polster von rund 42 Milliarden Yuan an Barmitteln. Anleger blicken dennoch mit gemischten Gefühlen auf den Chart. Mit einem RSI von über 79,2 gilt das Papier technisch als kurzfristig überkauft.
In der kommenden Woche rücken die offiziellen Mai-Daten in den Fokus. Entscheidend wird sein, wie schnell XPeng die hohen Auftragsbestände des GX in tatsächliche Auslieferungen umwandelt. Am Montag startet die Aktie nach einem Wochenplus von fünf Prozent bei 14,08 Euro in den Handel.
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