XPeng Aktie: 10.000 Auslieferungen in Dänemark

XPeng treibt die internationale Expansion voran und präsentiert am 24. August die Q2-Zahlen. Analysten erwarten höhere Verluste trotz steigender Auslieferungen.

Auf einen Blick:
  • 10.000 Auslieferungen in Dänemark
  • G6-Modell erreicht Australien
  • G9L-Rollout in 119 Showrooms
  • Q2-Zahlen am 24. August

XPeng treibt seine Präsenz außerhalb Chinas voran, während der Aktienkurs gestern um 4,2 Prozent auf 10,54 Euro zulegte. Der Ausbau in Europa und Australien rückt damit in den Fokus, wenige Tage vor den Quartalszahlen am 24. August.

Dänemark als Wachstumsmarke, Australien als neuer Markt

Firmenchef He Xiaopeng verkündete am vergangenen Donnerstag einen Meilenstein: In Dänemark erreichte XPeng kumuliert 10.000 Auslieferungen, gestützt durch einen Zulassungssprung von 106 Prozent im Jahresvergleich zwischen Januar und Juli. Der skandinavische Markt entwickelt sich damit zu einem der verlässlichsten Wachstumstreiber außerhalb Chinas.

Parallel dazu erreichten am Freitag die ersten Einheiten des 2026er-Modells G6 den Hafen von Brisbane. Die Auslieferungen an Kunden in Australien beginnen damit im Zuge der jüngsten Markteinführung der Marke in dem Land. Zusammen mit dem dänischen Meilenstein zeigt sich ein Muster: XPeng sucht sein Wachstum verstärkt jenseits des hart umkämpften Heimatmarkts.

G9L rollt in die Showrooms

Im Heimatmarkt läuft unterdessen der Rollout des neuen Flaggschiffs G9L. Ausstellungsfahrzeuge des 5,1 Meter langen Familien-SUV mit batterieelektrischem und Reichweitenverlängerungs-Antrieb trafen in 119 Showrooms in 19 chinesischen Verwaltungsregionen ein.

Der Vorverkauf startete bei 259.800 Yuan, umgerechnet rund 38.530 US-Dollar. Das Modell nutzt eine 800-Volt-Architektur, die in neun Minuten eine Reichweite von 450 Kilometern nachladen soll – ein technisches Argument, mit dem XPeng im Premiumsegment gegen etablierte Anbieter antreten will.

Blick auf die Zahlen am 24. August

Die eigentliche Weichenstellung für die Aktie dürfte aber der 24. August bringen. XPeng wird an diesem Montag vor US-Börsenöffnung die unaudierten Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vorlegen, gefolgt von einer Telefonkonferenz mit dem Management.

Das Unternehmen bestätigte bereits Auslieferungen von 103.295 Fahrzeugen im zweiten Quartal, ein Plus von 64,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Bei der Umsatzguidance rechnet XPeng mit 19,60 bis 20,80 Milliarden Yuan, was einem Jahreswachstum von 7,25 bis 13,82 Prozent entspräche.

Allerdings mahnen aktualisierte Konsensschätzungen zur Vorsicht: Analysten hoben Anfang des Monats ihre Verlusterwartung je Aktie für das Gesamtjahr 2026 von 0,931 auf 1,27 Yuan an, während die Umsatzprognose für das Jahr bei 93,7 Milliarden Yuan stabil blieb. Der erwartete Verlust wächst also schneller als der Umsatz – ein Signal, dass Marge und Kostendruck im Fokus der kommenden Berichterstattung stehen dürften.

Kursbild bleibt angeschlagen

Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie noch immer 57 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 24,40 Euro vom 12. November und liegt nur gut 5 Prozent über dem erst kürzlich markierten Jahrestief von 9,99 Euro. Der Titel handelt zudem unter allen relevanten gleitenden Durchschnitten, seit Jahresbeginn steht ein Minus von 42 Prozent zu Buche.

Die Kombination aus internationaler Expansion und einem neuen Flaggschiffmodell liefert zwar operative Fortschritte, doch erst die Zahlen am 24. August dürften zeigen, ob sich das auch in nachhaltiger Kurserholung niederschlägt.

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