Auch beim chinesischen Techkonzern Xiaomi steht die Zukunft voll und ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz. Mit der Konkurrenz möchte man dabei nicht nur einfach mithalten, sondern auch eigene Akzente setzen. Einen Vorgeschmack darauf gibt es seit gestern für einige ausgewählte Nutzer des Smartphones Xiaomi 17.
In einem geschlossenen Test können jene sich ein erstes Bild des KI-Assistenten „Xiaomi miclaw“ machen. Der Hersteller verspricht Funktionen, die weit über einen gewöhnlichen Chatbot hinausgehen. Es soll Zugriff auf mehr als 50 Systemfunktionen und eine Verzahnung mit Auto sowie Smart Home geboten werden. Das Versprechen lautet also, künftig mit einfachen Sprachbefehlen Aufgaben über mehrere Geräte hinweg erledigen zu können.
Xiaomi: In den Kinderschuhen
Der Ansatz klingt vielversprechend, doch das System ist noch in einer frühen Phase. Teilnehmen können Nutzer nur nach einer Einladung durch Xiaomi selbst und der Hersteller ließ wissen, dass es sich noch um eine eher experimentelle Phase handle. Bezüglich Systemstabilität und Energieverbrauch seien noch Optimierungen notwendig. Für den täglichen Gebrauch auf dem Hauptgerät scheint die Anwendung noch nicht bereits zu sein.
Mögliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes versucht Xiaomi von Beginn an auszuräumen. Der Hersteller verspricht, dass Gesprächshistorien ausschließlich lokal gespeichert und persönliche Daten nicht ins Training fließen würden. Eine Internetverbindung ist jedoch dennoch notwendig, damit das Ganze funktionieren kann.
Noch kein Durchbruch
Xiaomi Aktie Chart
An der Börse führen neue KI-Projekte schon seit Längerem nicht mehr zu spontaner Euphorie. Das gilt vor allem für Xiaomi, wo Speicherkrise und nun auch der Irankrieg die Anleger zunehmend in die Defensive treiben. Der Negativtrend bei der Aktie setzte sich in dieser Woche fort und der Kurs landete zum Wochenende bei 3,64 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Xiaomi-Aktie bereits um knapp 19 Prozent an Wert verloren.
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