Mit neuen Geräten drängt Xiaomi verstärkt in das margenstarke Premium-Segment. Am 7. September stellte der chinesische Technologiekonzern sein neues faltbares Smartphone Xiaomi 18 Fold vor. Damit verschärft das Unternehmen den Wettbewerb im Heimatmarkt unmittelbar vor den Produktvorstellungen des Konkurrenten Apple.
Das Modell deckt ein Preisspektrum von 10.999 Yuan bis 14.999 Yuan ab und zielt direkt auf die Spitzenklasse ab, in der sich auch der Rivale Huawei mit neuen Faltgeräten positioniert hat.
Eigene Halbleiter für mehr Unabhängigkeit
Der Vorstoß in das Hochpreissegment wird von Bemühungen flankiert, die technologische Wertschöpfungskette im eigenen Haus zu vertiefen. Am 24. August präsentierte das Unternehmen eine neue Generation seines hauseigenen Xring-Handyprozessors.
Mit diesem Schritt verfolgt der Konzern das Ziel, mehr Kontrolle über zentrale Kernkomponenten zu gewinnen und die Abhängigkeit von externen Halbleiterlieferanten schrittweise zu verringern. Für Technologiehersteller gelten maßgeschneiderte Prozessoren als entscheidender Hebel, um Hardware und Software präziser aufeinander abzustimmen und gleichzeitig Lieferkettenrisiken abzufedern.
Regulatorischer Druck im Auslandsgeschäft
Während die Hardware-Offensive vorangetrieben wird, bleibt das internationale Marktumfeld für den Konzern anspruchsvoll. Indiens Serious Fraud Office empfahl eine eingehende Überprüfung des dortigen Geschäftsmodells sowie der Einhaltung von Vorschriften für ausländische Investitionen. Xiaomi erklärte gegenüber Reuters, man habe keine entsprechende behördliche Mitteilung erhalten und halte sich stets an alle geltenden Gesetze.
Verhaltene Stabilisierung an der Börse
An den Kapitalmärkten spiegelt sich die Mischung aus operativen Fortschritten und regulatorischen Risiken in einer zögerlichen Erholung wider. Im vorbörslichen Handel notiert das Papier bei 2,90 Euro. Über einen Zeitraum von 30 Tagen summiert sich der Kurszuwachs auf 4,0 Prozent, womit sich die Notierung nach den vorangegangenen Rücksetzern vorerst stabilisieren konnte.
Die längerfristige Bilanz bleibt jedoch belastet: Seit Jahresanfang steht ein Minus von 33 Prozent zu Buche. Ob die neuen Premium-Modelle und die eigene Chip-Architektur nachhaltig für Entlastung sorgen können, wird sich vor allem am Markterfolg des Xiaomi 18 Fold im Heimatmarkt zeigen müssen.
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