Wer die Xiaomi-Aktie in diesem Jahr gehalten hat, kennt das Gefühl: minus 45 Prozent seit Januar, und jetzt kommt die nächste schlechte Nachricht. Xiaomi will seine Lieferziele für 2026 kürzen. Nicht allein, wohlgemerkt, auch Oppo, Vivo und Honor ziehen mit. Nikkei Asia berichtet darüber, und die Begründung klingt vertraut: Komponentenengpässe, steigende Kosten.
Das Timing ist denkbar schlecht
Ausgerechnet jetzt, wo die Suchanfragen rund um Xiaomi-Smartphones boomen, das Interesse an Xiaomi 17, Xiaomi SU7 und diversen Pro-Max-Varianten spürbar gestiegen ist, dreht das Unternehmen an der Produktionsschraube nach unten. Nachfrage wäre also da. Das Angebot wird knapper, und das nicht aus strategischem Kalkül, sondern aus schlichter Not.
Strukturelles Problem, kein Ausrutscher
Komponenten-Engpässe sind in der Smartphone-Branche kein neues Phänomen. Doch wenn gleich vier der größten chinesischen Hersteller gleichzeitig ihre Ziele kappen, ist das kein Einzelfall, sondern ein Branchenproblem. Für Xiaomi bedeutet das: weniger Volumen, höhere Stückkosten, schmalere Margen. Die nächsten Quartalszahlen kommen erst Ende September. Bis dahin hat die Aktie reichlich Zeit, weiter zu enttäuschen.
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