Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von Xiaomi hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Am Donnerstag sind die Papiere des chinesischen Technologie-Konzerns am Handelsplatz Frankfurt um weitere 2,8 Prozent auf aktuell 3,18 Euro eingeknickt, es ist zugleich ein neues 12-Monats-Tief. Seit ihrem Höchststand im Juni 2025, als kurzzeitig 6,85 Euro auf dem Kurszettel standen, hat die Xiaomi-Aktie damit weit mehr als die Hälfte ihres Werts eingebüßt. Das kommt einigermaßen überraschend, sorgte das Unternehmen zuletzt doch vor allem für Schlagzeilen, die eher die Konkurrenz ängstigen sollten. Vor allem die Autoindustrie.
Xiaomis Elektroautos kommen 2027 nach Europa
Denn seit kurzem ist klar, dass Xiaomi mit seinen Elektroautos im zweiten Quartal 2027 auch nach Europa kommen will. Dies habe Xiaomi-Präsident Lu Weibing verkündet, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten. Welche Modelle dann angeboten werden, allerdings nach wie vor offen. „Werden es direkt der YU7 und der SU7 sein? Gut möglich“, schreibt das schweizer Portal vybe.ch. In China verkaufen sich beide Modelle äußerst erfolgreich. „Für dieses Jahr hat sich Xiaomi dann auch ein ambitioniertes Ziel von 550.000 verkauften Fahrzeugen alleine im Heimatland gesetzt“, so der Bericht. Wird sich der Erfolg bei uns wiederholen?
- In China könne Xiaomi seine E-Autos zu sehr günstigen Preisen anbieten
- Konditionen, die in Europa kaum möglich sein werden, gibt man zu bedenken
Xiaomi setzt auf Experten von BMW & Co
Tatsächlich aber will Xiaomi seine Modelle unter anderem für Deutschlands Autobahnen optimieren.Wie die IT Times melden, eröffnet Xiaomi in München ein europäisches F&E-Zentrum und werbe dafür ehemalige Mitarbeiter von Automobilherstellern wie BMW, Porsche und Lamborghini ab. Das Designteam von Xiaomi EV, der Automobil-Unit des chinesischen Smartphoneherstellers Xiaomi, bestehe größtenteils aus ehemaligen BMW-Mitarbeitern. Die rund 50 Mitarbeiter in München werden demnach von Rudolf Dittrich geleitet, der zuvor am BMW-Rennwagenprojekt M4 GT3 mitgearbeitet habe.
Lei Jun, CEO und Gründer von Xiaomi, habe die Eröffnung des neuen Zentrums am Freitag auf der Beijing Auto Show angekündigt, so der Bericht. Der Fokus des Forschungs- und Entwicklungszentrums liege auf Hochleistungsfahrzeugen, Premium-Design, Fahrdynamik und fortschrittlichen Automobiltechnologien. Was klar scheint: Der chinesische Automobilhersteller ziele zunehmend auf das traditionelle Terrain von BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Audi ab, „nicht nur in China, sondern auch in Europa“.
Xiaomi verliert am Smartphone-Markt
Für die deutschen Hersteller dürfte das ein Weckruf sein. Für die Anleger allerdings gilt das nicht. Allein im vergangenen Halbjahr hat die Xiaomi-Aktie gut ein Drittel ihres Werts eingebüßt.
Dies könnte mit dem noch immer wichtigsten Segment der Chinesen zu tun haben: dem Smartphone-Geschäft. Zwar konnte Xiaomi im ersten Quartal 2026 laut Daten von Counterpoint Research den dritten Platz auf dem Weltmarkt mit einem Marktanteil von 12 Prozent behaupten, verzeichnete mit 19 Prozent allerdings den im Vergleich zum Vorjahr stärksten Rückgang bei den Verkäufen unter den fünf größten Marken.
- Apple führte das erste Quartal 2026 erstmals mit einem Marktanteil von 21 Prozent an
- Samsung verlor im Vergleich zum Vorjahr 6 Prozent auf einen Marktanteil von 20 Prozent
Analysten mit weiter hohen Kurszielen
Die Analysten bleiben für Xiaomi dennoch optimistisch: Auch wenn sie ihre Prognosen laut marketscreener.com im vergangenen Halbjahr deutlich gesenkt haben, rechnen sie mittelfristig weiterhin mit wieder steigenden Kursen. Umgerechnet 4,79 Euro beträgt das Kursziel für die Xiaomi-Aktie im Schnitt, ein Kurspotenzial von aktuell rund 45 Prozent. Von 33 Beobachtern empfehlen derzeit 24 den Kauf der Papiere, sieben raten zum Halten. Nur zwei würden verkaufen.
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