Xiaomi treibt derzeit bereits den zweiten Aktienrückkauf im Januar voran und nimmt dafür noch einmal deutlich mehr Geld in die Hand. Wie „Der Aktionär“ berichtet, fließen ganze 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar in das neueste Unterfangen, was umgerechnet etwa 270 Millionen Euro entspricht. Doch der erhoffte positive Effekt auf den Aktienkurs scheint auszubleiben.
Am Freitag konnte die Xiaomi-Aktie lediglich bescheiden zulegen, ehe der Kurs am heutigen Montag schon wieder klar in Richtung Süden tendierte. Bis zum Vormittag ging es um 3,2 Prozent auf maue 3,85 Euro an den hiesigen Handelsplätzen abwärts. Es bleibt bei einem schmerzhaften Abwärtstrend, der in den letzten sechs Monaten rund 40 Prozent an Börsenwert vernichtete.
Kein Ausweg für Xiaomi?
Mit der Kurspflege gelingt es Xiaomi nicht, den Anlegerinnen und Anlegern ihre fundamentalen Sorgen zu nehmen. Rasant steigende Kosten für Speicherchips drohen die Margen bei Smartphones aufzufressen. Derweil fallen die Prognosen für das aufstrebende E-Auto-Segment längst nicht so üppig aus, wie es sich die Analysten erhofft hätten.
Fast schon als unschönes Sahnehäubchen sorgen neue Subventionsregeln in China auch noch dafür, dass die Wahrscheinlichkeit für das Übertreffen der Prognose deutlich geringer als im vergangenen Jahr ausfällt. Rechnet man das alles durch, droht die Gefahr eines dezenten Schrumpfkurses, auf den sich die Anteilseigner bereits einzustellen scheinen.
Xiaomi Aktie Chart
Alles auf einmal
Kurzgesagt kommt bei Xiaomi derzeit einiges zusammen, und das meiste davon betrifft die wichtigsten Standbeine des Konzerns. Dass in China ein neuer Waschtrockner vorgestellt wurde, interessiert an der Börse da schlicht niemanden. Gefragt ist ein Weg, um mit massiven Herausforderungen bei Smartphones und E-Autos zurechtzukommen. Aktienrückkäufe wirken indes fast schon wie eine Verzweiflungstat, was bei manchem Anleger die Alarmglocken vielleicht sogar noch schriller erklingen lässt.
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