Xiaomi-Aktie: Teure Zeiten!

Xiaomi passt Smartphone-Preise aufgrund gestiegener Speicherkosten an. Experten erwarten keine Entspannung vor 2028, was Absatzrisiken birgt und die Aktie belastet.

Auf einen Blick:
  • Speicherkosten steigen um bis zu 190 Euro pro Gerät
  • Preisanpassungen für drei Modelle in China angekündigt
  • Experten sehen Entspannung frühestens 2028
  • Höhere Preise könnten Absatzzahlen gefährden

Die Börsen atmen am Mittwoch auf und durch die Waffenruhe im Nahen Osten machen sich Hoffnungen breit, dass die Energiepreise wieder merklich nachgeben könnten. Das treibt auch die Aktie von Xiaomi an, welche sich heute Morgen über Kursgewinne von 4,3 Prozent freute und damit ein wenig Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 3,36 Euro herstellen konnte.

Allerdings ist weiterhin nicht damit zu rechnen, dass Smartphones des chinesischen Herstellers in absehbarer Zeit günstiger werden. Denn hier werden die Preise hauptsächlich von hohen Kosten für Speicher angetrieben. Beim Kurznachrichtendienst Weibo schlüsselte Lu Weibing kürzlich auch erstmals auf, wie sich dies im Detail auswirkt.

Xiaomi verspricht Anpassungen

Bei einem Gerät mit 12 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Festspeicher würden die Kosten mittlerweile etwa 190 Euro höher ausfallen als noch zu Anfang 2025. Xiaomi reagiert auf diese Entwicklung, in dem noch in dieser Woche die Preise für drei Geräte in China nach oben angepasst werden.

Gleichzeitig verspricht der Hersteller, die Preise bei fallenden Speicherpreisen wieder zu senken. Wann es dazu kommen mag, steht aber in den Sternen. Experten rechnen nicht vor 2028 mit einer Entspannung. Pessimistische Naturen gehen sogar davon aus, dass es erst im Jahr 2030 zu einer spürbaren Verbesserung der Versorgungslage kommen könnte.

Xiaomi Aktie Chart

Billiger wird’s nicht

Zumindest für das laufende Jahr bleibt knapper und teurer Speicher wohl ein Problem. Aufgekauft werden die entsprechenden Chips munter von KI-Rechenzentren. Für Xiaomi ist die Entwicklung recht problematisch. Über höhere Verkaufspreise lässt sich zwar die Marge schützen. Allerdings geht der Hersteller das Risiko nachlassender Absatzzahlen ein. Die Aktionäre erkennn darin zahlreiche negative Szenarien und schöpfen nur wenig Hoffnung.

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