Was die Anleger von Xiaomi seit Längerem befürchteten, gab es nun bei den jüngsten Quartalszahlen schwarz auf weiß zu sehen. Bedingt durch die Speicherkrise brechen dem Unternehmen weite Teile des wichtigen Smartphone-Geschäfts regelrecht weg. Die Auslieferungen im Segment fielen um satte 19 Prozent auf nur noch 33,8 Millionen Geräte.
Gleichzeitig schießen die Kosten in die Höhe, sodass Xiaomi vor allem mit Smartphones aus Einsteiger- und Mittelklasse weniger verdient. Dadurch bedingt stürzte der Nettogewinn im ersten Quartal um 43 Prozent auf umgerechnet 772 Millionen Euro ein. Das waren noch einmal etwa 38 Millionen Euro weniger, als die Analysten ohnehin schon befürchtet hatten.
Xiaomi stürzt weiter ab
Zwar läuft es für Xiaomi bei E-Autos besser, wo die Absatzzahlen sich recht erfreulich entwickeln. Dafür muss der Konzern allerdings auch munter investieren, was die Bilanz derzeit eher belastet. In guten Zeiten war das aus Anlegersicht zu vertreten. Momentan bricht aber ein wenig die Basis weg.
Das bleibt beim Aktienkurs freilich nicht unbemerkt. Als Reaktion auf die mauen Zahlen stürzte die Xiaomi-Aktie um über sieben Prozent weiter in die Tiefe. Die Abschläge seit Jahresanfang summieren sich nun auf knapp 30 Prozent. Eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht, denn der größte Belastungsfaktor bleibt bestehen.
Xiaomi Aktie Chart
Des einen Leid ist des anderen Freud
Während Micron, SK Hynix und Samsung momentan astronomische Gewinne schreiben, sorgt der KI-Boom bei Xiaomi für brutale Belastungen. Speicher ist zu einer raren Angelegenheit geworden und wer ihn doch in die Finger bekommt, muss dafür hohe Preise zahlen. Xiaomi kann dies nicht in vollem Umfang an die Kunden weiterreichen, ohne die bereits stark eingebrochenen Absatzzahlen noch weiter zu gefährden.
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