Xiaomi-Aktie: Schock-Zahlen sorgen für Desaster!

Xiaomi verzeichnet beim chinesischen 618-Festival einen Absatzrückgang von 24 Prozent, belastet durch steigende Speicherchipkosten und schwachen Smartphone-Markt.

Auf einen Blick:
  • 24 Prozent weniger Xiaomi-Verkäufe
  • Steigende Speicherpreise durch KI-Boom
  • Huawei legt um 19 Prozent zu
  • Smartphone-Geschäft unter doppeltem Druck

Das chinesische 618-Shopping-Festival – eine der umsatzstärksten Verkaufsperioden des Jahres, die vom 26. Mai bis 21. Juni stattfand – hat für Xiaomi eine empfindliche Niederlage gebracht.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, der auf Angaben des Marktforschungsunternehmens Counterpoint Research basiert, sank der Xiaomi-Absatz in China während des Festivals um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit gehört Xiaomi zu den am stärksten betroffenen Herstellern in einem ohnehin schwachen Marktumfeld.

Xiaomi-Aktie: KI-Boom treibt Speicherpreise und quetscht Margen

Der Gesamtmarkt für Smartphones in China schrumpfte während des Festivals um 13 Prozent. Die Ursache liegt laut Counterpoint-Analyst Ivan Lam nicht primär bei der Nachfrage, sondern auf der Angebotsseite: Weil die KI-Infrastruktur weltweit massiv Speicherchips absorbiert, sind die Einkaufspreise für Smartphone-Komponenten gestiegen.

Das hat OEMs wie Xiaomi unter Druck gesetzt, Geräte teurer anzubieten oder weniger aggressiv zu rabattieren, als chinesische Kunden es während des 618-Shopping-Festivals gewohnt sind. Beides führte zu geringerem Absatz.

Xiaomis Rückgang um 24 Prozent ist dabei deutlich schärfer als der Marktdurchschnitt. Zum Vergleich: Apple verlor rund 9 Prozent, während Huawei als einziger großer Hersteller zulegen konnte – um 19 Prozent – und seinen Marktanteil bei dem E-Commerce-Event auf 21 Prozent ausbaute.

Xiaomi-Aktie: Doppelter Druck auf das Kerngeschäft

Besonders bitter ist die Situation für Xiaomi, weil das Unternehmen gerade milliardenschwer in den Aufbau eines Elektroautogeschäfts investiert, während das profitable Smartphone-Kerngeschäft unter Druck gerät. Das Jahresabsatzziel von 550.000 Fahrzeugen im Autobereich und gleichzeitig sinkende Handyverkäufe stellen die Finanzplanung des Konzerns vor eine doppelte Herausforderung.

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