Trotz einer minimalen Erholung in den letzten Tagen setzt sich die auffällige Schwäche der Xiaomi-Aktie dort. 3,88 Euro standen hierzulande im frühen Handel am Donnerstag auf dem Ticker. Der Abstand zum vor wenigen Tagen erreichten 52-Wochen-Tief bei 3,75 Euro fällt enttäuschend gering aus, insbesondere vor dem Hintergrund stützender Rückkäufe.
Vollkommen überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Xiaomi hat im Smartphone-Segment mit einer mehr als unbequemen Ausgangslage zu kämpfen. Der Erfolg des iPhone 17 in China traf die Anteilseigner eher unvorbereitet. Darauf folgte dann nur wenig später die Speicherkrise, die sich nach Ansicht von Experten noch Jahre hinziehen dürfte.
Xiaomi: Die Anleger bangen um die Marge
Die Preise für Arbeitsspeicher haben sich in wenigen Monaten teils um das Vierfache gesteigert. Sehr wahrscheinlich erhält Xiaomi bessere Konditionen als der Endverbraucher. Teurer wird es für den Konzern dennoch, und das ist schnell ein Problem. Denn die hohen Absatzzahlen setzen sich zu nicht unwesentlichen Teilen aus Einsteiger-Smartphones mit überschaubaren Margen zusammen.
Xiaomi gerät also sehr viel schneller in die Bredouille als Apple mit seinen fürstlichen Margen. Wählen kann das Unternehmen aktuell zwischen Pest und Cholera. Preissteigerungen gefährden die Absätze, wohingegen das Festhalten an Preisen die Marge in Einsteiger- und Mittelklasse schlimmstenfalls vollständig verzehren könnte. Beides ist für die Anleger enttäuschend.
Xiaomi Aktie Chart
Ungemütliche Zeiten
Wachstumsversprechen kann Xiaomi noch im Bereich der E-Autos in Aussicht stellen. Neue Modelle scheinen gut anzukommen und 2027 steht der Start der internationalen Expansion an. Offensichtlich wird das Smartphone-Geschäft von den Börsianern aber als zu wichtig eingeschätzt, als dass Erfolge an anderer Stelle darüber hinwegtrösten könnten. Da die Kosten für Speicherchips weiter steigen, könnte es für die Aktie sogar noch ungemütlicher werden.
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