Xiaomi-Aktie: Kam das nicht richtig an?

Die Aktie von Xiaomi hat im Januar zehn Prozent an Wert eingebüßt. Nach einer Neueinschätzung durch die Citigroup ging es weiter bergab – trotz bestätigter Kaufempfehlung.

Auf einen Blick:
  • Xiaomi-Aktie notiert nach Januar-Minus bei 4,54 Dollar
  • Citi senkt Kursziel, bestätigt aber Kaufempfehlung
  • Elektroauto-Markt in China vor Erholungsphase?
  • Analysten sehen über 60 Prozent Aufwärtspotenzial

Die Aktie von Xiaomi hat aktuell einen schweren Stand. Nach einem noch gelungenen Start ins Börsenjahr, als sich die Papiere des chinesischen Technologiekonzerns in New York bis auf 5,40 US-Dollar verbesserten, haben sie seitdem deutlich abgegeben. Nach einem weiteren Abschlag vor dem Wochenende notiert die Xiaomi-Aktie bei noch 4,54 Dollar. Kurzum: Statt den optimistischen Analysten zu folgen beendete sie den Januar mit einem Minus von knapp zehn Prozent. Kam da Entscheidendes nicht richtig an den Märkten an?

Xiaomi Aktie Chart

Citigroup rät weiter zum Kauf der Xiaomi-Aktie

Zwar senkte Citi Research laut internationaler Medienberichte in einem Researchbericht seine Prognose für den bereinigten Nettogewinn von Xiaomi für den Zeitraum 2025 bis 2027 um 3 bzw. 21 und 17 Prozent reduziert. Hauptgründe hierfür waren laut aastocks.com die gesunkenen Absatzmengen von Smartphones sowie die erwarteten rückläufigen Bruttogewinnmargen. Von einer Verkaufsempfehlung kann jedoch keine Rede sein:

  • Die Citigroup reduzierte in der Folge ihr Kursziel von 50 auf 43 Honkong-Dollar
  • Zugleich aber bestätigte die US-Bank ihre Kaufempfehlung für die Xiaomi-Aktie

Und klar, ausgehend vom aktuellen Kursstand sehen die Analysten bei einem fairen Wert von umgerechnet 5,51 US-Dollar weiterhin gut 20 Prozent Aufwärtspotenzial.

E-Automarkt in China vor einer Erholung?

Citi Research geht demnach „weiterhin davon aus, dass sich das Unternehmen von 2026 bis 2027 in einer Phase hoher F&E-Investitionen befinden wird, wobei der Fokus vor allem auf Zukunftstechnologien wie KI, Chips und Robotik liegt“, wie es heißt. Während das Smartphone-Geschäft kurzfristig vor Herausforderungen stehen werde, wird für das IoT-Geschäft ein Wachstum von zehn Prozent im Jahr 2026 prognostiziert, getrieben durch die Nachfrage aus dem Ausland.

Der Markt für Elektrofahrzeuge dürfte sich mit der Einführung neuer Modelle und steigenden Bestellungen erholen, schrieben Analysten von Citi Research in ihrem Update. Das Wachstum im Auslandsgeschäft mit Elektrofahrzeugen und dem Internet der Dinge (IoT) werde voraussichtlich die Ergebnisse im Jahr 2027 maßgeblich beeinflussen, so die US-Bank.

Mittleres Xiaomi-Kursziel bei 7,42 Dollar

Mit ihrer Prognose ist die Citi noch ausgesprochen zurückhaltend. Laut marketscreener.com liegt das durchschnittliche Kursziel für die Papiere derzeit bei umgerechnet 7,42 US-Dollar, mehr als 60 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Entsprechend lauten die Empfehlungen: Von 38 Analysten würden aktuell

  • 31 die Xiaomi-Aktie derzeit kaufen
  • vier raten zum Halten der Papiere
  • lediglich drei würden verkaufen

Und klar: Xiaomi hat sich in Rekordzeit vom reinen Elektronikhersteller zum ernstzunehmenden Akteur in der E-Auto-Branche entwickelt. Nach der Gründung der Automobilsparte 2021 und dem Start des SU7 2024 (in China) plant das Unternehmen den Markteintritt in Deutschland ab 2027. Mit Fokus auf Technologie, hohe Reichweiten (bis über 900 km im Facelift 2026) und 800-Volt-Systeme verzeichnete Xiaomi bereits mehr 500.000 produzierte Fahrzeuge in 21 Monaten.

Xiaomi-SUV YU7 erlebte einen Ansturm

Der Hersteller erlebt mit dem SUV YU7 zudem einen Ansturm, der sogar den Erfolg der Elektro-Limousine SU7 übertrifft. Während der SU7 vor allem Prestige brachte, zielt der YU7 klar auf den Massenmarkt und nimmt das Tesla Model Y ins Visier. Optisch vereint er Anleihen bei Porsche, Ferrari und Aston Martin. Innen setzt Xiaomi auf ein Tesla-ähnliches, minimalistisches Cockpit. Dazu kommt viel Platz: 678 Liter Kofferraum plus 141 Liter Frunk übertreffen sogar den VW Tiguan.

Auch wenn Xiamoi derzeit noch nicht einmal den chinesischen Markt bedienen kann, Wartezeiten von bis zu 18 Monate werden kolportiert, für westliche Hersteller sei das laut autohaus.de. dennoch „ein Warnsignal“. Noch bleibe eine Schonfrist: Vor 2027, so habe es Firmenchef Lei Jun angekündigt, wolle Xiaomi den Weg in den Westen nicht antreten.

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