Xiaomi-Aktie: Hier geht es jetzt um so viel mehr!

Xiaomi stellt den Xring O3 vor, einen eigenen 3-Nanometer-Chip von TSMC. Das Ziel: weniger Abhängigkeit von Zulieferern und ein stärkerer Vorstoß ins Premium-Segment.

Auf einen Blick:
  • Neuer Eigenbau-Chip Xring O3 vorgestellt
  • Fertigung durch TSMC im 3-Nanometer-Verfahren
  • Einsatz im kommenden faltbaren Spitzenmodell geplant
  • Angriff auf Huawei im Premium-Markt

Xiaomi treibt die Entwicklung eigener Smartphone-Chips weiter voran. Der chinesische Technologiekonzern hat laut Reuters mit dem Xring O3 eine neue Generation seines selbst entwickelten Smartphone-Prozessors vorgestellt. Ziel ist es, die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu reduzieren und die Kontrolle über wichtige Schlüsseltechnologien zu erhöhen.

Reuters zufolge wird der neue Chip von TSMC im modernen 3-Nanometer-Verfahren gefertigt. Der Xring O3 folgt auf den Xring O1, den Xiaomi vor rund einem Jahr eingeführt hatte. Damit reiht sich das Unternehmen zunehmend in die Gruppe großer Smartphone-Hersteller wie Apple, Samsung und Huawei ein, die ebenfalls eigene Prozessoren entwickeln.

Xiaomi-Aktie: Eigene Chips sollen Wettbewerbsvorteile schaffen

Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern könnte die stärkere Eigenentwicklung Xiaomi mehr Kontrolle über Produktfunktionen verschaffen und gleichzeitig die Verhandlungsposition gegenüber Chipzulieferern stärken. Bislang sind viele Smartphone-Hersteller auf Prozessoren von Unternehmen wie Qualcomm oder MediaTek angewiesen.

Einem von Reuters zitierten Insider zufolge soll der neue Xring O3 im kommenden faltbaren Spitzenmodell von Xiaomi eingesetzt werden. Die angestrebten Auslieferungen sollen zunächst zwischen 200.000 und 300.000 Einheiten liegen.

Xiaomi-Aktie: Angriff auf Huawei im Premium-Segment

Mit dem Ausbau seines Foldable-Geschäfts bewegt sich Xiaomi verstärkt in den margenstärkeren Premium-Markt. Dort zählt Huawei aktuell zu den dominierenden Anbietern in China. Nach Daten von Smart Analytics Global erreichte Huawei im zweiten Quartal einen Marktanteil von 68 Prozent bei faltbaren Smartphones.

Xiaomi investiert bereits seit mehreren Jahren in die eigene Chipentwicklung. Das Unternehmen hatte das entsprechende Programm 2021 wieder aufgenommen und angekündigt, über einen Zeitraum von zehn Jahren mindestens 50 Milliarden Yuan in diesen Bereich zu stecken. Zudem teilte Xiaomi zuletzt mit, dass Geräte mit dem Vorgängerchip Xring O1 inzwischen die Marke von einer Million Auslieferungen überschritten haben.

Zur Einordnung: Eigene Chips gelten in der Technologiebranche als wichtiger strategischer Vorteil. Sie ermöglichen eine engere Abstimmung zwischen Hardware und Software, können die Produktdifferenzierung verbessern und reduzieren die Abhängigkeit von externen Lieferanten. Besonders im KI-Zeitalter gewinnen leistungsfähige Prozessoren zunehmend an Bedeutung, da sie Rechenleistung für KI-Funktionen direkt auf dem Gerät bereitstellen.

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