Smartphone-Hersteller verdienen nicht nur am Verkauf ihrer Geräte Geld, sondern schmieden auch Kooperationen mit Anbietern von Inhalten. Das ist auch bei Xiaomi der Fall, wo Nutzer regelmäßig Push-Benachrichtigungen des MiBrowser erhalten, so dies nicht in den Einstellungen deaktiviert wird. Grundsätzlich ist gegen dieses Vorgehen erstmal nichts einzuwenden; bei der Einrichtung des Geräts stimmen die Nutzer dem Ganzen zu, wenn auch wahrscheinlich häufig unbewusst.
Problematisch ist allerdings, worüber nun die „Stiftung Warentest“ berichtete. Dort ist aufgefallen, dass auf Xiaomi-Handys Push-Mitteilungen zu Fake News verteilt wurden. Geleitet werden Nutzer dabei auf eine Webseite, welche wie die offizielle Seite der Tagesschau aussieht, aber von eher dubiosen Naturen betrieben wird.
Xiaomi gelobt Besserung
Berichtet wird sodann im Artikel über ein angebliches Gespräch zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und der Moderatorin Maybrit Ilner. Darauf folgt ein vermeintlich sicheres Angebot, um mit einer Investition von ein paar Hundert Euro zum Millionär zu werden. Doch was sich zu schön anhört, um wahr zu sein, ist meistens auch nicht wahr.
Am Werk sind hier ganz klar Betrüger. Das ist an sich nichts Neues, doch darf es eben nicht vorkommen, dass ein Smartphone-Hersteller derartige Webseiten auch noch anpreist. Die Stiftung Warentest konfrontierte Xiaomi mit der Angelegenheit. Das Unternehmen ließ wissen, die Angelegenheit ernst zu nehmen. Normalerweise gebe es Kontrollmechanismen, um solche Inhalte zu erkennen. Die scheinen in diesem Fall jedoch versagt zu haben.
Mangelhaft
Xiaomi Aktie Chart
Dass Xiaomi Besserung gelobt, linderte das Urteil der Stiftung Warentest nicht. Dort erhält das Redmi 15 im Test ein „Mangelhaft“ beim Punkt Menü und Bedienung. Die Werbung sei in früherer Zeit bereits lästig gewesen, erweise sich nun aber sogar als gefährlich. Solche Berichterstattung hilft dem Ruf von Xiaomi und dem Aktienkurs freilich nicht weiter. Als wäre das nicht genug, mahnen Experten auch noch vor einem heftigen Einbruch des Smartphone-Marktes aufgrund der Speicherkrise. An der Börse gibt es da leider wenig zu lachen.
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