Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von Xiaomi ist in Frankfurt mit einem kleinen Aufschlag von rund einem Prozent in den Handel in Frankfurt gestartet, notiert aktuell bei 3,88 Euro. Und doch ist dies beim chinesischen Technologie-Konzern nicht mehr als Schadensbegrenzung. Denn in den vergangenen Tagen war die Xiaomi-Aktie deutlich abgerutscht, standen Anfang Januar doch noch 4,55 Euro auf dem Kurzettel. Der jüngste Kursrutsch ist recht schnell erklärt, der längerfristige eher paradox.
Apple in China erfolgreich, Xiaomi verliert
Denn tatsächlich war die Aktie von Xiaomi in dieser Woche erstmals unter die Marke von 4 Euro gefallen, als bekannt wurde, dass sich Apple in China im Schlussquartal 2025 wieder an die Spitze des Smartphone-Markts gesetzt hatte. Die Auslieferungen des iPhone-Herstellers stiegen laut Counterpoint Research um 28 Prozent. Die chinesischen Hersteller, allen voran Huawei und Xiaomi, verloren hingegen Marktanteile.
- Hintergrund sind vor allem die durch die Knappheit gestiegenen Kosten für Halbleiter, die besonders in der Smartphone-Einsteigerklasse zu Buche schlagen
- Für Apple als Premiumanbieter kein Problem, für Xiaomi hingegen schon, da seine Budgetmarken Redmi und Poco im unteren Preisbereich angesiedelt sind
Langes Warten auf den Xiaomi YU7
Dass die Xiaomi-Aktie bereits zuvor unter Druck stand, hat mit einem überwältigenden Erfolg zu tun – den der Hersteller gar nicht mehr bedienen kann. Es geht um sein zweites Elektroauto, den Xiaomi YU7, für den laut des Fachportals autohaus.de 240.000 Bestellungen in nur drei Minuten eingingen – und demnach zu Lieferzeiten von teils weit mehr als zwölf Monaten führten. Das verärgerte potenzielle Kunden, bislang ausschließlich in China.
Denn Xiaomi erlebe mit dem SUV YU7 einen Ansturm, der selbst den Erfolg der Elektro-Limousine SU7 übertrifft, schreibt autohaus.de. Während der SU7 als sportlicher Gran Turismo vor allem Prestige gebracht habe, ziele der Xiaomi YU7 klar auf den Massenmarkt und nehme direkt das Tesla Model Y ins Visier. Laut des Berichts sei das „kein Achtungserfolg mehr, sondern eine ernsthafte Kampfansage an die etablierten Hersteller“.
- Optisch kombiniere der SUV Anleihen bei Porsche, Ferrari und Aston Martin, wirke dabei modern und überraschend schlank
- Im Innenraum orientiert sich Xiaomi stark an Tesla: „minimalistisches Cockpit, zentrale Touchscreen-Bedienung und ein Displayband an der Frontscheibe“
- Gleichzeitig punkte der YU7 mit Platz: 678 Liter Kofferraum plus 141 Liter Frunk übertreffen demnach sogar den VW Tiguan
Xiaomi sendet „ein Warnsignal“ nach Europa
Auch wenn der Preis von umgerechnet 30.000 Euro in Europa nicht zu halten sein wird. Für westliche Hersteller sei das laut des Fachmagazins dennoch „ein Warnsignal“. Noch bleibe eine Schonfrist: Vor 2027, so habe es Firmenchef Lei Jun angekündigt, wolle Xiaomi den Weg in den Westen nicht antreten. „Schließlich haben die Chinesen aktuell daheim noch genug zu tun“, so autohaus.de. Aber die ersten 500.000 Autos seien mittlerweile gebaut und die Lieferfristen gingen so langsam zurück. „Lange wird der elektrische Ernstfall deshalb womöglich nicht mehr auf sich warten lassen.“
Angesichts der Überforderung in der Produktion wird mit einem Start von Xiaomi in Europa zum Jahresanfang 2027 jedoch eher nicht gerechnet werden können. Bleibt das aktuell schwächelnde Smartphone-Geschäft.
Hohe Kursziele für Xiaomi-Aktie
Damit hatten die Analysten offenbar nicht gerechnet. Laut marketscreener.com liegt das durchschnittliche Kursziel für die Aktie aktuell bei umgerechnet 6,38 Euro. Dafür müsste diese sich um mehr als 60 Prozent steigern. Danach sieht es aktuell wirklich nicht aus.
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