Xiaomi Aktie: 5.600 Dollar Verlust pro Fahrzeug

Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi verzeichnet weniger Autoauslieferungen und hohe Verluste je Fahrzeug, setzt mit der Dragonscale-Batterie jedoch auf Europas Markteintritt.

Auf einen Blick:
  • Juli-Auslieferungen deutlich unter Dezemberwert
  • Mehr als 5.600 Dollar Verlust je Fahrzeug
  • Dragonscale-Batterie debütiert am 7. September
  • Deutschlandstart für 2027 vorgesehen

Während Xiaomi seinen Sprung nach Europa vorbereitet, zeigen die China-Zahlen ein zwiespältiges Bild. Die monatlichen Auslieferungen der Elektroautosparte sind zuletzt deutlich gesunken, und pro verkauftem Fahrzeug schrieb das Unternehmen im ersten Quartal 2026 noch immer einen Verlust von über 5.600 US-Dollar. Am 7. September steht nun ein technisches Highlight an: die neue Dragonscale-Batterie feiert ihr Debüt.

Rückgang bei den Auslieferungen

Die Verkaufszahlen der Auto-Sparte sind spürbar zurückgegangen. Im Juli 2026 lieferte Xiaomi 31.267 Fahrzeuge aus, im Dezember 2025 waren es noch 50.212 gewesen. Der Rückgang von rund einem Drittel innerhalb weniger Monate wirft Fragen zur Nachhaltigkeit des Wachstumstempos auf, das die Modelle SU7 und YU7 zuletzt geprägt hatten.

Insgesamt hat Xiaomi seit März 2024 mehr als 700.000 Fahrzeuge in China ausgeliefert, die SU7-Baureihe kam auf 500.000 Einheiten in 28,5 Monaten. Für das SUV-Modell YU7 gingen sogar mehr als 240.000 Bestellungen binnen 18 Stunden ein. Diese Erfolge datieren jedoch aus einer früheren Phase, während die jüngeren Monatszahlen eine Abkühlung andeuten.

Parallel dazu bleibt die Wirtschaftlichkeit der Autosparte angespannt. Im ersten Quartal 2026 lag der Verlust pro Fahrzeug bei über 5.600 US-Dollar. Das Unternehmen investiert damit weiterhin kräftig in Skalierung und Technologie, ohne dass sich die Elektroautosparte bislang aus eigener Kraft trägt.

Dragonscale-Batterie als nächster Baustein

Am 7. September präsentiert Xiaomi die gemeinsam mit CALB und Sunwoda entwickelte Dragonscale-Batterie für das kommende SUV-Modell Skynomad, in den Varianten N90 und N70. Bemerkenswert ist die angekündigte Garantie: Sollte das Fahrzeug durch einen Qualitätsfehler der Batterie in Brand geraten, will Xiaomi dem Erstbesitzer ein Ersatzfahrzeug stellen.

Die Garantie gilt allerdings nur für nicht-kommerzielle Nutzung durch den ursprünglichen Käufer. Zusätzlich soll ein Cloud-basiertes Batteriemanagementsystem mit zehnfach häufigerem Daten-Sampling für mehr Sicherheit sorgen.

Solche Sicherheitsversprechen sind auch ein Signal an potenzielle europäische Kunden, für die Xiaomi mit Verweis auf den für 2027 geplanten Markteintritt in Deutschland wirbt. Technische Substanz soll dabei helfen, das Vertrauen in eine noch junge Automarke aufzubauen.

Was das für Anleger bedeutet

Die Kursentwicklung spiegelt die gemischte Nachrichtenlage wider. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 3,11 Euro, nach einem Tagesplus von 2,4 Prozent.

Auf Jahressicht steht dennoch ein Minus von 28 Prozent zu Buche, über zwölf Monate sogar von 47 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 6,54 Euro, erreicht am 25. September 2025, ist das Papier damit rund 52 Prozent entfernt.

Der Widerspruch zwischen technologischem Ehrgeiz und operativen Verlusten dürfte die Aktie auch in den kommenden Monaten begleiten. Anleger müssen abwägen, ob die Dragonscale-Innovation und der Europa-Start die schrumpfenden Auslieferungszahlen und die anhaltenden Verluste pro Fahrzeug aufwiegen können.

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