Xerox lässt die Krisenjahre hinter sich. Der US-Konzern hob nach einem starken zweiten Quartal seine Jahresziele für 2026 an. Die Integration von Lexmark zeigt erste deutliche Erfolge in der Bilanz.
Der Druckerhersteller verwandelte einen Vorjahresverlust von 106 Millionen Dollar in einen Nettogewinn von 13 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,38 Dollar über den Erwartungen der Analysten. Die Experten hatten zuvor mit einem Quartalsverlust gerechnet.
Lexmark-Integration treibt den Umsatz
Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 1,92 Milliarden Dollar. Rechnet man die Übernahme von Lexmark heraus, sank der Erlös allerdings organisch um 6,5 Prozent. Das Management macht dafür Währungseffekte und vorgezogene Lieferungen verantwortlich. Der Bereich Produktverkäufe bleibt mit einem Sprung auf 996 Millionen Dollar der wichtigste Wachstumstreiber.
Parallel dazu treibt Xerox die Erneuerung seines Portfolios voran. Das Unternehmen brachte neue A3- und A4-Farbdrucker unter einer einheitlichen Markenstruktur auf den Markt. Diese Maßnahmen sollen die Marktanteile im Kerngeschäft stabilisieren.
Sondereffekte stärken die Liquidität
Ein juristischer Erfolg half der Profitabilität zusätzlich. Xerox erhielt eine Steuergutschrift über 105 Millionen Dollar für zuvor gezahlte Zölle. Diese Forderung verkaufte der Konzern sofort für 80 Millionen Dollar in bar.
Xerox nutzte den Cashflow konsequent für den Schuldenabbau. Die Verbindlichkeiten sanken im Quartal um über 200 Millionen Dollar. Dabei zahlte der Konzern unter anderem hochverzinste Anleihen im Wert von 125 Millionen Dollar zurück.
Höhere Ziele für 2026
Für das Gesamtjahr 2026 wird der Vorstand nun optimistischer. Der Umsatz soll rund 7,6 Milliarden Dollar erreichen. Das Ziel für das operative Ergebnis hob das Management auf bis zu 605 Millionen Dollar an. Bei den Synergien aus dem Lexmark-Kauf plant Xerox nun mit Einsparungen von mindestens 350 Millionen Dollar.
Anleger nahmen am Freitag dennoch Gewinne mit. Die Aktie verlor über acht Prozent auf 2,76 Euro, bleibt seit Jahresbeginn aber deutlich im Plus. Am heutigen Freitag schüttet Xerox eine Quartalsdividende von 0,025 Dollar je Aktie aus. CEO Louie Pastor fokussiert sich nun auf die Schuldenfälligkeiten ab 2028.
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