Die Aktie von Xenon Pharmaceuticals legte am Montag um 46 Prozent zu, nachdem das Unternehmen positive Ergebnisse aus der Phase-3-Studie X-TOLE2 für Azetukalner vorgelegt hatte. Das Medikament wird zur Behandlung von fokalen Anfällen bei Epilepsie entwickelt. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt in beiden Dosierungsgruppen, wobei die 25-mg-Dosis die monatliche Anfallshäufigkeit um 53,2 Prozent reduzierte, verglichen mit 10,4 Prozent unter Placebo.
Auffällig erscheint die placebo-bereinigte Reduktion von 42,7 Prozent in der höheren Dosisgruppe. Diese übertrifft die Ergebnisse der früheren Phase-2b-Studie X-TOLE, in der eine placebo-bereinigte Reduktion von 34,6 Prozent erzielt wurde. Das Unternehmen plant, im dritten Quartal 2026 einen Zulassungsantrag bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA einzureichen.
Höchste Wirksamkeit in pivotaler Epilepsie-Studie
Ian Mortimer, Vorstandsvorsitzender von Xenon, bezeichnete die Daten als außergewöhnlich und sprach von der „höchsten placebo-bereinigten Wirksamkeit, die jemals in einer pivotalen Epilepsie-Studie beobachtet wurde“. Die 15-mg-Dosis zeigte eine Reduktion der Anfallshäufigkeit um 34,5 Prozent gegenüber Placebo. Zudem erreichte die Studie den wichtigen sekundären Endpunkt: 54,8 Prozent der Patienten in der 25-mg-Gruppe erlebten eine mindestens 50-prozentige Reduktion ihrer Anfälle, verglichen mit 20,8 Prozent unter Placebo.
An der Studie nahmen 380 Patienten mit stark behandlungsresistenter Epilepsie teil, die im Median bereits fünf frühere Therapien hinter sich hatten. Die Teilnehmer wiesen eine Ausgangs-Anfallshäufigkeit von 12,75 pro Monat auf. Jacqueline French, Professorin für Neurologie an der NYU Langone Health und Leiterin des Lenkungsausschusses für X-TOLE2, betonte den Wert des neuartigen KV7-Wirkmechanismus für die Behandlung fokaler Anfälle.
Xenon Pharmaceuticals Inc. Aktie Chart
Verträglichkeit im Rahmen früherer Untersuchungen
Das Sicherheitsprofil von Azetukalner blieb konsistent mit den Daten aus der X-TOLE-Studie. Die häufigsten Nebenwirkungen in beiden Dosisgruppen waren Schwindel (20,5 Prozent), Kopfschmerzen (8,8 Prozent), Schläfrigkeit (8,8 Prozent) und Müdigkeit (7,6 Prozent). In der Placebo-Gruppe lagen die Werte bei 3,2 Prozent für Schwindel, 6,4 Prozent für Kopfschmerzen, 7,2 Prozent für Schläfrigkeit und 6,4 Prozent für Müdigkeit.
14,5 Prozent der Teilnehmer in der 25-mg-Gruppe brachen die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen ab, verglichen mit 4,8 Prozent in der 15-mg-Gruppe und 3,2 Prozent unter Placebo. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten mit 5,6 Prozent, 3,2 Prozent und 2,4 Prozent in den jeweiligen Gruppen auf einem niedrigen Niveau auf. Von den 332 Teilnehmern, die die doppelblinde Phase abschlossen, traten 322 in die offene Verlängerungsstudie ein.
Falls die Zulassung gelingt, wäre Azetukalner der einzige verfügbare Kanalöffner für Kaliumkanäle vom Typ KV7 zur Behandlung von Epilepsie. Etwa die Hälfte der Patienten mit fokaler Epilepsie erreicht trotz verfügbarer Therapien keine ausreichende Anfallskontrolle. Inwieweit die beeindruckenden Studiendaten sich in der breiten klinischen Anwendung bestätigen lassen, dürfte für Investoren eine zentrale Frage bleiben.
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