Workday-Aktie: Überraschendes CEO-Comeback!

Workday-Gründer Aneel Bhusri übernimmt überraschend wieder die CEO-Führung. Der abrupte Wechsel vor der Ergebnisveröffentlichung führte zu deutlichen Kursverlusten.

Auf einen Blick:
  • Überraschender sofortiger Führungswechsel an der Spitze
  • Aktie verliert über 6 Prozent nach der Ankündigung
  • Finanzprognose für das Quartal bleibt bestehen
  • Unternehmen streicht rund 400 Stellen

Workday überraschte gestern mit einem sofortigen Führungswechsel an der Spitze. Mitgründer Aneel Bhusri kehrt als CEO zurück und löst Carl Eschenbach ab, der das Unternehmen nach rund zwei Jahren verlässt. Der abrupte Wechsel kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen löste an der Börse deutliche Kursverluste aus.

Unruhe vor den Quartalszahlen

Carl Eschenbach, der seit 2024 als alleiniger CEO fungierte, tritt sowohl von seinem Posten als auch aus dem Verwaltungsrat zurück. Er bleibt dem Unternehmen lediglich als strategischer Berater erhalten. Obwohl Workday betonte, dass der Wechsel nicht auf Unstimmigkeiten bei der Rechnungslegung zurückzuführen sei, sorgte die Kurzfristigkeit für Skepsis. Mitgründer Bhusri soll nun die nächste Phase der Unternehmensentwicklung steuern.

Der Zeitpunkt der Ankündigung – nur sechs Tage nach Abschluss des Geschäftsquartals – rief Analysten auf den Plan. Marktexperten werten solche plötzlichen Rotationen unmittelbar vor Gewinnberichten oft als Unsicherheitsfaktor. Die Aktie reagierte gestern mit einem Abschlag von über 6 % und markierte damit Kurse nahe dem 52-Wochen-Tief.

Fokus auf KI und Effizienz

Könnte der abrupte Wechsel ein Vorbote für tieferliegende Herausforderungen bei den mittelfristigen Wachstumszielen sein? Analysten von Jefferies zeigten sich besorgt über das Timing, wenngleich die bestätigte Prognose für das abgelaufene Quartal zunächst als stabilisierendes Signal gewertet wurde.

Parallel zum Management-Umbau treibt Workday seine Umstrukturierung voran. Das Unternehmen streicht etwa 400 Stellen, vor allem in nicht umsatzrelevanten Bereichen wie dem Kundensupport und dem operativen Betrieb. Die frei werdenden Mittel sollen verstärkt in künstliche Intelligenz und Automatisierung fließen. Es ist die zweite Entlassungswelle innerhalb eines Jahres, was den verstärkten Fokus auf die Verbesserung der operativen Margen verdeutlicht.

Konkrete Details zur strategischen Ausrichtung unter der neuen alten Führung werden am 24. Februar erwartet. Dann präsentiert Workday nach US-Börsenschluss die Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026.

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