Workday beendete eine volatile Handelswoche mit einem deutlichen Plus. Der Softwareanbieter schloss am Freitag bei 125,50 Euro – ein Tagesgewinn von 12,44 Prozent. Seit der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen vor gut einer Woche steht ein Plus von knapp 14 Prozent zu Buche.
Doch der langfristige Trend bleibt angespannt. Seit Jahresanfang verliert die Aktie über 28 Prozent, auf Jahressicht sogar 41 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 221,70 Euro ist der Kurs fast halbiert.
KI-Wachstum treibt Quartalszahlen
Auslöser der jüngsten Erholung sind die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027, die Workday am 21. Mai vorlegte. Der Umsatz stieg um 13,5 Prozent auf 2,54 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,66 Dollar über der Analystenschätzung von 2,51 Dollar.
Besonders stark entwickelte sich das KI-Geschäft. Der jährliche Vertragswert für KI-Produkte stieg um 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Segment nähert sich der Marke von 500 Millionen Dollar an wiederkehrenden Jahresumsätzen. 4000 Kunden nutzen bereits KI-gestützte Lösungen von Workday.
Erholung im Softwaresektor – Analysten bleiben vorsichtig
Der breite Softwaresektor erlebte im Mai eine deutliche Erholung. Der iShares Expanded Tech-Software ETF verbuchte den besten Monat seit 2001. Die Sorgen vor einer Branchenkrise – zeitweise als „SaaSpocalypse“ bezeichnet – haben sich merklich abgeschwächt. Workday profitierte von dieser Stabilisierung.
Die Analysteneinschätzungen fallen dennoch gemischt aus. Goldman Sachs etwa hob das Kursziel auf 151 Dollar an. Der durchschnittliche Analyst sieht die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten bei rund 171 Dollar. Das aktuelle Kursniveau liegt in Euro gerechnet noch deutlich darunter.
Für die kommenden Wochen richtet sich der Blick auf den Abonnentenbestand. Workday meldete einen Auftragsbestand von 27,3 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal erwartet das Management einen Abonnementumsatz von rund 2,455 Milliarden Dollar – ein Plus von 13 Prozent. Für das Gesamtjahr bleibt die Umsatzprognose bei 9,925 bis 9,95 Milliarden Dollar, bei einer operativen Marge von 30,5 Prozent.
Ob Workday das KI-Momentum in nachhaltiges Wachstum übersetzen kann, wird sich im Sommerquartal zeigen müssen. Der Markt signalisiert mit dem jüngsten Kurssprung zumindest vorsichtige Zuversicht.
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