Wix.com-Aktie: Deutlich herabgestuft!

JPMorgan stuft Wix.com von Neutral auf Underweight ab und senkt das Kursziel deutlich. Analysten sehen eine Verlangsamung im Kerngeschäft und steigende Kosten durch KI-Ausgaben.

Auf einen Blick:
  • JPMorgan senkt Rating auf Underweight und Kursziel auf 91 Dollar
  • Kerngeschäft wächst nur noch mit 6 Prozent statt 10 Prozent
  • Base44-Einheit trägt Wachstum, aber ein Drittel der KI-Kosten entfallen auf Gratisnutzer
  • Steigende Kosten durch höhere Marketing-Ausgaben und starken Schekel erwartet

Die Aktie von Wix.com verliert im vorbörslichen Handel rund 1 Prozent. Der Grund ist eine Abstufung durch JPMorgan von Neutral auf Underweight. Gleichzeitig senkte Analyst Alexei Gogolev das Kursziel von 114 auf 91 Dollar. Das ist ein deutliches Signal und zeigt, dass die Investmentbank erhebliche Zweifel am Geschäftsmodell hat.

Gogolev begründet die Herabstufung mit einer spürbaren Verlangsamung im Kerngeschäft. Während Wix insgesamt noch wächst, liegt das vor allem an der Base44-Einheit. Diese ermöglicht es Kunden, mithilfe künstlicher Intelligenz schnell Apps zu entwickeln. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze von Base44 sind von wenigen Millionen Dollar Mitte 2025 auf über 100 Millionen Dollar im März gestiegen. Beeindruckend auf den ersten Blick.

Doch das Creative Subscriptions-Geschäft, also das klassische Website-Baukasten-Geschäft ohne Base44, wächst nur noch mit etwa 6 Prozent. Im Vorjahr waren es noch rund 10 Prozent. Das ist ein deutlicher Rückgang und zeigt, dass Wix zunehmend abhängig von Base44 wird. Problematisch dabei ist, dass rund ein Drittel der KI-Inferenzkosten auf kostenlose Nutzer entfallen. Das belastet die Margen.

Wix.com Ltd. Aktie Chart

Steigende Kosten belasten die Profitabilität

Hinzu kommen steigende Vertriebs- und Marketingausgaben, die Gogolev erwartet. Auch die Kostenbasis dürfte steigen, weil ein Teil der Ausgaben in israelischen Schekel anfällt. Die Währung hat gegenüber dem US-Dollar deutlich aufgewertet. Das drückt zusätzlich auf die Margen. Gogolev geht davon aus, dass die Margenverbesserung langsamer und volatiler ausfallen wird als von Investoren erwartet.

Langfristig sieht der Analyst zudem strukturelle Probleme. Der Markt für Website- und E-Commerce-Management steht unter zunehmendem technologiegetriebenem Wettbewerbsdruck. Andere Anbieter drängen mit ähnlichen KI-Lösungen nach vorne. Wix muss sich also warm anziehen, wenn es seine Position halten will. Die Zeichen stehen jedenfalls auf Gegenwind.

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