Der Softwareanbieter Wix greift zu drastischen Mitteln. Ein massiver Stellenabbau soll den Konzern effizienter machen und die Kosten senken. Anleger reagieren jedoch verschreckt und schicken die Aktie auf ein neues Jahrestief.
Umbau kostet Millionen
Wix streicht rund 20 Prozent seiner Belegschaft. Etwa 1.000 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Die Maßnahme soll die Kostenstruktur nachhaltig verschlanken.
Kurzfristig belastet der Umbau die Bilanz deutlich. Das Management rechnet im zweiten Quartal mit Restrukturierungskosten zwischen 30 und 35 Millionen US-Dollar. Langfristig hofft Wix auf jährliche Einsparungen von rund 150 Millionen US-Dollar.
Druck durch KI und Justiz
Das Marktumfeld bleibt schwierig. Vor allem die Konkurrenz durch KI-basierte Technologien setzt das Geschäftsmodell unter Druck. Parallel dazu kämpft Wix mit einer schwachen Nachfrage bei professionellen Entwicklern.
Zusätzlich sorgt eine juristische Untersuchung für Unruhe. Die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP prüft Vorwürfe gegen das Unternehmen. Es geht um die Frage, ob Wix seine Investoren unzureichend über die Geschäftsentwicklung informiert hat.
Kurs markiert Jahrestief
Die Börse straft die Aktie heute ab. Das Papier verliert über zehn Prozent an Wert und notiert bei 40,90 Euro. Damit erreicht der Kurs ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert mit einem Minus von 52,55 Prozent bereits mehr als halbiert.
Wix peilt für das Geschäftsjahr 2026 einen freien Cashflow von 420 Millionen US-Dollar an. Der Erfolg der angekündigten Sparmaßnahmen entscheidet nun über die Stabilisierung der Finanzen.
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