WiseTech Global: 8,8 Prozent nach Effizienzprogramm

Wisetech Global kündigt radikalen Umbau mit 2.000 Stellenstreichungen an. Die Aktie reagiert mit einem Plus von 8,8 Prozent auf die strategische Neuausrichtung.

Auf einen Blick:
  • 2.000 Stellen werden gestrichen
  • EBITDA-Marge von über 50 Prozent angestrebt
  • Umstellung auf transaktionsbasierte Gebühren
  • Aktie steigt um 8,8 Prozent

Wisetech Global setzt auf einen harten Kurswechsel. Nach regulatorischen Turbulenzen schaltet der Logistik-Software-Spezialist in den Angriffsmodus. Im Zentrum steht ein massives Effizienzprogramm auf Basis künstlicher Intelligenz.

Massiver Stellenabbau für höhere Margen

Wisetech plant den Abbau von rund 2.000 Stellen. Betroffen sind vor allem die Bereiche Produktentwicklung und Kundenservice. Das Management will so die operative Profitabilität steigern.

Das Ziel ist eine organische EBITDA-Marge von über 50 Prozent. Die Effizienzgewinne sollen die Belastungen durch die milliardenschwere Integration der US-Gruppe e2open ausgleichen. Jährliche Synergien von 50 Millionen US-Dollar wurden hier bereits schneller als geplant erreicht.

Umbau des Geschäftsmodells

Parallel dazu baut Wisetech sein Erlösmodell um. Das Unternehmen verabschiedet sich von klassischen Lizenzen pro Nutzer. Stattdessen setzt man auf transaktionsbasierte Gebühren.

Rund 95 Prozent der Bestandskunden nutzen bereits das neue System. Wisetech will damit direkter von steigenden Handelsvolumina profitieren. So bleibt das Umsatzwachstum auch bei Konsolidierungen in der Logistikbranche stabil.

Erholung an der Börse

Die Börse reagiert positiv auf die Neuausrichtung. Die Aktie kletterte heute um 8,8 Prozent auf 26,28 Euro. Damit erholt sich der Wert deutlich von seinem Jahrestief im Juni. Das Papier notiert allerdings noch rund 59 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Ende August stehen die vollständigen Jahreszahlen an. Der Vorstand bekräftigte bereits seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Der Umsatz soll auf bis zu 1,44 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspräche einem Zuwachs von bis zu 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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