WisdomTree Silver 3x: UBS senkt Defizit-Prognose 2026 drastisch

UBS senkt Silberdefizit-Schätzung drastisch, Zins- und Dollarstärke belasten den gehebelten ETC zusätzlich.

Auf einen Blick:
  • UBS kappt Silberdefizit-Prognose massiv
  • Stärkerer Dollar und Inflation setzen zu
  • Photovoltaik-Nachfrage schwächelt erwartungsgemäß
  • Hebelprodukt leidet unter fallenden Kursen

Beim dreifach gehebelten Silber-ETC von WisdomTree trifft gerade Gegenwind aus mehreren Richtungen aufeinander. Die Knappheitsstory wird schwächer, der Zinsdruck steigt, und der tägliche Hebel verstärkt jede Bewegung. Für ein Produkt, das auf kurzfristige Dynamik setzt, ist das ein harter Mix.

Silber blieb am Montag unter 76 Dollar je Unze und steuerte auf die dritte Verlustsitzung in Folge zu. Auslöser ist nicht nur der stärkere US-Dollar. Der Markt preist zunehmend ein, dass der Energiepreisschock aus dem Nahen Osten breitere Inflationseffekte auslösen könnte.

UBS schwächt die Knappheitsstory

Das wichtigste Signal kam von UBS. Die Analysten Wayne Gordon und Dominic Schnider senkten ihre Schätzung für das globale Silberdefizit im Jahr 2026 von rund 300 Millionen Unzen auf nur noch 60 bis 70 Millionen Unzen. Das ist keine Feinjustierung, sondern ein deutlicher Einschnitt in eine zentrale Begründung der jüngsten Silberrally.

Auch die Preisziele rutschten nach unten. Für Ende des zweiten Quartals kappte UBS die Prognose von 100 auf 85 Dollar je Unze, für das Jahresende liegt das neue Ziel bei 80 Dollar. Die Begründung: Hohe Preise bremsen die Nachfrage stärker als bisher angenommen.

Besonders die Photovoltaik steht im Blick. „Für 2026 erwarten wir eine schwächere Nachfrage aus der Photovoltaik aufgrund der erhöhten Preise“, schreiben Gordon und Schnider. Dazu kommen nachlassende Käufe bei Schmuck und Silberwaren, weil Verbraucher auf dem hohen Preisniveau zurückhaltender werden.

Auch die Investmentnachfrage hat an Kraft verloren. Bekannte ETF-Bestände sanken um fast 70 Millionen Unzen auf rund 794 Millionen Unzen, während spekulative Netto-Futures-Positionen auf etwas mehr als 100 Millionen Unzen zurückgingen. Das nimmt dem Markt kurzfristig zusätzlichen Rückenwind.

Inflation drückt auf Edelmetalle

Der zweite Belastungsfaktor kommt von der Zinsseite. Der US-Verbraucherpreisindex stieg im April um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Erzeugerpreise den stärksten monatlichen Anstieg seit 2022 verzeichneten. Für Edelmetalle ist das heikel: Höhere Renditen und ein festerer Dollar machen unverzinste Anlagen weniger attraktiv.

Die Fed-Erwartungen haben sich entsprechend verschoben. CME FedWatch preist für 2026 praktisch keine Zinssenkung mehr ein und sieht eine etwa hälftige Chance auf eine Anhebung zum Jahresende. Der anhaltende Iran-Konflikt und die Schließung der Straße von Hormus verschärfen den Inflationsdruck zusätzlich.

Für den WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged ist genau dieses Umfeld besonders sensibel. Der vollständig besicherte ETC bildet täglich das Dreifache der Entwicklung des Solactive Silver Commodity Futures SL Index ab. Steigt der Index, wirkt der Hebel positiv; fällt er, vergrößert er die Verluste entsprechend.

Der tägliche Reset ist dabei zentral. Über längere Zeiträume entspricht die Wertentwicklung nicht einfach der Indexbewegung mal drei. In volatilen Phasen kann der Compounding-Effekt die Abweichung deutlich vergrößern.

Banken liegen weit auseinander

Die Prognosen der großen Häuser zeigen, wie unsicher der Silbermarkt derzeit ist. Bank of America skizzierte im April Szenarien mit 135 bis 309 Dollar je Unze zum Jahresende, betonte aber Ratio-Kompressionsmodelle statt eines Basisszenarios. J.P. Morgan sieht den Durchschnittspreis für 2026 bei 81 Dollar.

UBS bleibt trotz der Kürzungen nicht komplett negativ. Die Strategen verweisen auf Gold als stabilisierenden Anker und rechnen weiter mit steigenden Goldpreisen. Außerdem bleiben strukturelle Stützen wie knappe physische Verfügbarkeit, grüne Technologien und KI-bezogene Nachfrage bestehen.

Der ETC verwaltet rund 330 Millionen Euro und weist eine jährliche Gesamtkostenquote von 0,99 Prozent aus. Kurzfristig dominiert aber der Druck: Unter 76 Dollar je Unze wirken Dollar, Renditen und gekappte Defizitprognosen gegen Silber. Erst ein stabilerer Silberpreis würde den Hebel wieder zur Stärke machen.

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