Der Kakao-Markt steht vor einer fundamentalen Kehrtwende. Während historische Höchststände das vergangene Jahr prägten, nähert sich der Rohstoffpreis nun der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar. Für Anleger des gehebelten WisdomTree-Produkts verschärft sich die Situation durch das Zusammenspiel aus fallenden Notierungen und einer ungünstigen Terminkurve.
- Basiswert unter Druck: Kakao-Futures testen Tiefstände von Ende 2023.
- Angebotswende: Analysten prognostizieren deutlichen globalen Überschuss.
- Nachfragerückgang: Große Schokoladenhersteller verarbeiten signifikant weniger Kakao.
Vom Defizit zum globalen Überangebot
Der Haupttreiber für den aktuellen Preisverfall ist die veränderte Einschätzung der globalen Versorgungslage. Nach massiven Defiziten in den Vorjahren prognostiziert der Analyst StoneX für die Saison 2025/26 nun einen weltweiten Überschuss von 287.000 Tonnen.
Obwohl die Hafeneingänge in der Elfenbeinküste bis Anfang Februar um 4,7 % hinter dem Vorjahr zurückblieben, wiegt die Aussicht auf eine deutlich bessere Gesamternte schwerer als die aktuellen Lieferengpässe. Die Marktstimmung hat sich dadurch grundlegend gedreht.
Industrielle Nachfrage bricht ein
Zusätzlicher Druck kommt von der Verarbeitungsseite. Führende Branchenakteure meldeten zuletzt enttäuschende Zahlen:
- Barry Callebaut: Der weltweit größte Hersteller verzeichnete im ersten Quartal einen Volumenrückgang von knapp 10 %, wobei die reine Kakaosparte sogar um 22 % einbrach.
- Mondelez: Der Konzern warnt vor anhaltendem Margendruck durch die hohen Rohstoffkosten der Vergangenheit.
- Substitution: Auf Fachmessen wie der ISM 2026 zeigt sich ein Trend zu kakao-freien Alternativen, da die Industrie versucht, die Abhängigkeit vom volatilen Rohstoff zu reduzieren.
Rollverluste und technische Marken
Für das gehebelte Long-Produkt wird die Struktur der Futures-Kurve zum Problem. Aktuell befinden sich die Märkte in einer Contango-Situation, in der länger laufende Kontrakte teurer sind als die fälligen. Dies führt bei der Rollierung der Positionen zu Verlusten, die den negativen Hebeleffekt zusätzlich verstärken.
Das weitere Schicksal der Notierungen entscheidet sich an der Unterstützung bei 4.000 US-Dollar im Basiswert. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Marke würde den technischen Abwärtstrend bestätigen und könnte weitere Verkäufe auslösen. Kurzfristige Gegenbewegungen sind lediglich bei neuen wetterbedingten Ernteausfällen in Westafrika zu erwarten.
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