WisdomTree Cocoa 2x: 138 Prozent Volatilität bei Ernteausfällen

Trockenheit in Westafrika gefährdet die Kakaoproduktion, während die asiatische Nachfrage weiter steigt. Die globalen Lagerbestände sind auf Mehrjahrestiefs gesunken.

Auf einen Blick:
  • Trockenheit bedroht Haupternte in Westafrika
  • Asiatische Nachfrage nach Kakao steigt stark
  • Lagerbestände weltweit auf Mehrjahrestiefs
  • Heißer El Niño könnte Lage verschärfen

Kakao wird zum knappen Gut. In Westafrika schwindet die Hoffnung auf eine reiche Ernte. Während die Vorräte weltweit schmelzen, treibt der Hunger nach Schokolade in Asien die Preise an.

Ernteausfälle in Westafrika

Die Elfenbeinküste und Ghana decken den Großteil des Weltmarktes ab. Beide Länder kämpfen aktuell mit extremer Trockenheit. Erste Zählungen für die Saison 2026/27 deuten auf eine schwache Haupternte hin. Zu wenig Regen verhinderte die Bildung von Früchten an den Bäumen. Die globalen Lagerbestände verharren derweil auf Mehrjahrestiefs. Jede Produktionsstörung trifft nun auf einen hochempfindlichen Markt.

Hunger nach Schokolade bleibt groß

Trotz der hohen Preise bleibt die Nachfrage stabil. Die asiatische Kakao-Verarbeitung legte im zweiten Quartal um gut 25 Prozent zu. Asien festigt damit seine Position als am schnellsten wachsende Region der Branche. Auch in Nordamerika stieg die Vermahlung parallel dazu um fast acht Prozent. Dem stehen schwache Daten aus Europa gegenüber. Dort sank die verarbeitete Menge auf den niedrigsten Wert seit 2020.

Gehebelte Volatilität am Markt

Der zweifach gehebelte ETC von WisdomTree spiegelt diese Unruhe wider. Mit einer Volatilität von 138 Prozent zeigt das Papier extreme Ausschläge. Der ETC schloss am Freitag bei 18,07 Euro. Er notiert damit nur hauchdünn unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Geringe Liquidität und Computer-Handel verstärkten die Kursbewegungen zuletzt zusätzlich.

Marktteilnehmer blicken nun auf die Wetterkarten für Westafrika. Investmentbanken wie Goldman Sachs warnen vor einem erstarkenden El Niño. Das Wetterphänomen könnte die Trockenheit in der zweiten Jahreshälfte verschärfen. Im September beginnt die Haupternte. Dann entscheiden neue Daten zur Produktionsmenge über die nächste Preiswelle.

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