Wienerberger verliert nach gesenkter Jahresprognose

Symbolbild, KI-generiert

Schwache Baukonjunktur und höhere Kosten drücken Wienerbergers Ergebnisziel; Morgan Stanley reduziert das Kursziel auf 16 Euro.

Auf einen Blick:
  • EBITDA-Ziel auf 640 bis 650 Millionen Euro gesenkt
  • September-Erholung der Bauaktivität blieb schwächer
  • Morgan Stanley senkte das Kursziel auf 16 Euro
  • Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief

Eine reduzierte Gewinnprognose hat die Aktie von Wienerberger unter Verkaufsdruck gesetzt. Am gestrigen Mittwoch verlor der Titel 4,0 Prozent und schloss bei 15,49 Euro. Auslöser für den Kursrückgang war eine Mitteilung des Baustoffherstellers, in der das Management die Zielmarke für das operative Ergebnis im laufenden Turnus nach unten korrigierte.

Schwache Bautätigkeit und Kostendruck dämpfen Ausblick

Wienerberger senkte die EBITDA-Guidance für das Geschäftsjahr 2026 auf 640 bis 650 Millionen Euro. Als wesentliche Ursache nannte das Unternehmen eine schwächer als erwartet ausgefallene saisonale Erholung der Bauaktivitäten im September. Zudem halte der anhaltende Druck im Wohnungsneubau in zentralen Auslandsmärkten wie Großbritannien, den USA und Kanada an.

Erschwerend kommen für den Konzern deutliche Kostensteigerungen hinzu. Belastungen durch gestiegene Preise für Energie, Rohstoffe sowie Logistik verringern die Rentabilität im operativen Geschäft.

Für das dritte Quartal 2026 rechnet Wienerberger nun mit einem Umsatz in der Spanne von etwa 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro. Das operative EBITDA soll im selben Dreimonatszeitraum voraussichtlich zwischen 170 und 180 Millionen Euro liegen. Den vollständigen Bericht für die ersten neun Monate plant das Management am 12. November 2026 vorzulegen.

Skepsis am Kapitalmarkt hält an

Die Anpassung der Geschäftsziele veranlasste Marktbeobachter zu vorsichtigeren Einschätzungen. Medienberichten zufolge senkte das Analysehaus Morgan Stanley gestern das Kursziel für Wienerberger von 18,00 auf 16,00 Euro und bestätigte gleichzeitig die Einstufung „Underweight“.

Am Markt schlug sich die Kombination aus operativen Gegenwinden und Analystenskepsis in anhaltender Zurückhaltung nieder. Durch das jüngste Minus verharrt der Titel mit 15,49 Euro in unmittelbarer Nähe seiner Jahrestiefststände; der Abstand zum 52-Wochen-Tief beträgt lediglich 1,2 Prozent.

Ob die anstehenden Neunmonatszahlen im November für Beruhigung sorgen können, hängt maßgeblich davon ab, wie stabil sich die Nachfrage in den Kernmärkten bis zum Jahresende entwickelt.

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