UBS hat für Wienerberger am 23. Oktober eine niedrigere Gesamtposition aus Stimmrechten und Finanzinstrumenten gemeldet. Sie sank gegenüber der vorherigen Meldung von 4,49 % auf 4,20 %. Die zugehörige Schwellenberührung erfolgte am 21. Oktober.
Stimmrechte und Finanzinstrumente getrennt
Auf Aktien-Stimmrechte entfielen laut der veröffentlichten Pflichtmitteilung 0,55 %. Weitere 3,65 % entfielen auf Finanz- und sonstige Instrumente. Die gemeldete Gesamtposition umfasst damit unterschiedliche Bestandteile und nicht ausschließlich unmittelbar gehaltene Aktien-Stimmrechte.
Operativ hatte Wienerberger mit der bereits angekündigten Prognosesenkung eine schwächer als erwartete saisonale Belebung im September beschrieben. Als weitere Belastung nannte das Unternehmen den anhaltend schwachen Wohnungsneubau in Großbritannien, den USA und Kanada.
Zudem waren nach Unternehmensangaben seit Ende August die Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten deutlich gestiegen. Wienerberger kündigte eine beschleunigte Kostenoptimierung und eine strategische Überprüfung der Geschäftsbereiche an. Die gesenkte EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt bei 640–650 Mio. Euro.
Erwartungen und nächster Unternehmensbericht
Medienberichten zufolge hatte Berenberg vor rund zwei Wochen das Kursziel von 25,00 auf 19,00 Euro gesenkt. Analyst Harry Goad bestätigte dabei die Kaufempfehlung.
Jefferies hatte die Analyse vor gut drei Wochen dagegen mit einer Halteempfehlung und einem Kursziel von 16 Euro aufgenommen. Das Haus verwies auf fehlende kurzfristige Erholungssignale und verortete mögliche Erholungstreiber eher im Jahr 2027.
Für das dritte Quartal 2026 erwartete Wienerberger einen Umsatz von rund 1,2–1,3 Mrd. Euro. Das operative EBITDA sollte rund 170–180 Mio. Euro erreichen.
Am 12. November veröffentlicht Wienerberger die Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026. Für denselben Tag hat das Unternehmen auch ein Update zur strategischen Überprüfung und zu den beschleunigten Kostenoptimierungsmaßnahmen angekündigt.
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