Die Aktie von Wienerberger notiert mit 22,68 Euro so tief wie seit über einem Jahr nicht. Seit Jahresbeginn verlor das Papier ein Viertel. Doch der Baustoffkonzern hält am Expansionskurs fest – und übernimmt den serbischen Ziegelhersteller Univerzum Group.
Die Übernahme im Detail
Rund 200 Mitarbeiter beschäftigt die Univerzum Group, sie betreibt zwei Produktionsstandorte in Aranđelovac und Inđija. Der prognostizierte Umsatz für 2026: rund 20 Millionen Euro. Wienerberger erwirbt alle Anteile, die Kaufpreiszahlungen sind auf 2026 und 2027 verteilt. Das EV/EBITDA-Multiple soll nach Realisierung von Synergieeffekten bei etwa 5x liegen. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.
Strategischer Fokus Osteuropa
Mit der Akquisition unterstreicht Wienerberger den Ausbau der Produktionskapazitäten in aufstrebenden Märkten. Der Konzern will seine Position bei Hintermauerziegeln in der Region gezielt stärken. Serbien gilt als einer der dynamischen Baustoffmärkte Südosteuropas.
Verhaltene Börsenreaktion
Am Montag reagierte der Markt verhalten. Die Aktie gab minimal nach, notierte zuletzt bei 22,68 Euro – ein Minus von 0,18 Prozent zum Freitagsschluss. Aus dem 52-Wochen-Tief von 22,32 Euro ist das Papier nur knapp herausgeklettert. Der Abstand zum Hoch liegt bei knapp 32 Prozent.
Der RSI von 60,7 Punkten signalisiert weder überkauft noch überverkauft. Anleger warten ab, ob die operative Integration der neuen Standorte die erhofften Synergien bringt. Die Kartellentscheidung wird zum nächsten wichtigen Datum für den Kurs.
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