Wienerberger Aktie: Nullgewinn im ersten Halbjahr

Wienerberger rutscht im ersten Halbjahr in die Verlustzone, belastet durch Kartellvergleich und Bauflaute. Zusätzlich sorgt der CEO-Rücktritt für Unsicherheit.

Auf einen Blick:
  • Null Gewinn im ersten Halbjahr
  • Kartellvergleich kostet 47 Millionen Euro
  • CEO-Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief

Ein Baustoffkonzern, der im ersten Halbjahr keinen einzigen Euro Gewinn übrig behält – das ist die Nachricht, die Wienerberger-Aktionäre gerade verdauen müssen. Der Kurs reagiert entsprechend deutlich und markiert ein neues Mehrjahrestief.

Am Freitag schloss die Aktie bei 19,29 Euro, ein Minus von 1,5 Prozent zum Vortag. Damit liegt der Titel nur noch 1,5 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 19,00 Euro. Der RSI-Wert von 29,3 zeigt eine technisch stark überverkaufte Aktie – ein Signal, das Marktteilnehmer aufmerksam registrieren.

Vom Gewinn zur Nullrunde

Der eigentliche Auslöser der Talfahrt liegt im operativen Geschäft. Wienerberger hat im ersten Halbjahr unter dem Strich 0 Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum standen noch 106 Millionen Euro Gewinn zu Buche.

Ein Sonderposten drückt das Ergebnis zusätzlich nach unten. Das Unternehmen zahlt 47 Millionen Euro, um ein US-Kartellverfahren beizulegen. Die Finanzvorständin betonte, man habe sich „nichts zu Schulden kommen lassen“. Man habe aber befürchtet, im laufenden Verfahren am Ende noch mehr zu verlieren – zumal andere Firmen der Branche bereits Vergleiche gezahlt hatten.

Hinzu kommt die schwache Baukonjunktur. Die Werke laufen nur zu 60 bis 70 Prozent ihrer Kapazität. Interims-CEO Hanke verweist auf eine strategische Neuausrichtung: Der Konzern verlagert sein Geschäft stärker auf Renovierung und Infrastruktur. Die erhoffte Erholung im Wohnungsneubau sei „bislang ausgeblieben“, so Hanke.

Führungswechsel sorgt für zusätzliche Unsicherheit

Zur schwachen operativen Lage kommt ein überraschender Personalwechsel an der Spitze. Der bisherige CEO Heimo Scheuch trat aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurück. Sein Stellvertreter Hanke übernahm interimistisch.

Die Suche nach einem dauerhaften Konzernchef läuft noch. Für Anleger bedeutet das: Zur operativen Schwäche kommt eine offene Frage in der Führung – zwei Unsicherheitsfaktoren gleichzeitig.

Der stark überverkaufte RSI-Wert deutet zumindest kurzfristig auf mögliches Erholungspotenzial hin. Fundamental hängt die weitere Entwicklung aber von zwei Dingen ab: einer Stabilisierung der europäischen Baukonjunktur und der Frage, wie schnell Wienerberger einen neuen CEO findet.

Wienerberger-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Wienerberger-Analyse vom 22. August liefert die Antwort:

Die neusten Wienerberger-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Wienerberger-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Wienerberger: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)