WhiteFiber steht nach den jüngsten Quartalszahlen wieder im Fokus der Analysten. HC Wainwright bestätigte am Sonntag seine „Buy“-Einstufung für das Unternehmen und beließ das Kursziel bei 37 US-Dollar. Damit signalisiert das Analysehaus erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau der Aktie.
Der Aktienkurs bewegt sich heute mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 17,70 Euro deutlich nach oben und setzt damit die Erholung der vergangenen Handelswoche fort, in der das Papier bereits 8,6 Prozent zulegte.
Auf Monatssicht bleibt WhiteFiber dennoch mit einem Minus von 20 Prozent belastet – ein Nachwirken der Wandelanleihe, deren Abschluss vor rund zwei Wochen den Kurs zunächst unter Druck gesetzt hatte und die Aktie seither um 0,6 Prozent hat nachgeben lassen.
Verlust geringer als erwartet, Cloud-Geschäft wächst
Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete WhiteFiber einen Verlust je Aktie von 0,39 US-Dollar und blieb damit knapp unter dem Konsens von 0,40 US-Dollar. Der Umsatz lag bei 28,84 Millionen US-Dollar. Besonders die Sparten Colocation und Cloud-Services verzeichneten im Berichtsquartal Wachstum, was Analysten als Beleg für die operative Substanz des Geschäftsmodells werten.
HC Wainwright rechnet für das dritte Quartal 2026 mit einem Verlust von 0,26 US-Dollar je Aktie, für das vierte Quartal mit 0,28 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 kalkuliert das Analysehaus einen Verlust von 1,24 US-Dollar je Aktie, für 2027 soll sich dieser auf 0,93 US-Dollar verringern. Der breitere Analystenkonsens für 2026 liegt bei minus 1,06 US-Dollar – die Schätzung von HC Wainwright fällt damit etwas konservativer aus.
Breite Unterstützung unter Analysten
Die Kaufempfehlung von HC Wainwright steht nicht allein. Von den insgesamt zwölf Analysten, die WhiteFiber abdecken, votieren zehn für „Buy“, einer für „Hold“ und einer für „Sell“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 38,64 US-Dollar – ein Niveau, das gegenüber dem Kurs zum Wochenschluss ein deutliches Aufwärtspotenzial impliziert.
Parallel zur positiven Analystenstimmung fällt auf, dass rund 6,04 Millionen Aktien von WhiteFiber leerverkauft sind, Stand Mitte August. Diese Kombination aus hoher Short-Quote und mehrheitlich optimistischen Kurszielen nährt Spekulationen über einen möglichen Short-Squeeze, sollte sich die operative Entwicklung weiter stabilisieren.
Ebenso denkbar bleibt jedoch, dass die Skepsis der Leerverkäufer berechtigt ist und sich das Chancen-Risiko-Verhältnis als Falle für optimistische Anleger erweist.
Im direkten Vergleich mit IT-Services-Konkurrenten schneidet WhiteFiber bei sieben von zwölf untersuchten Bewertungsfaktoren besser ab als der Branchendurchschnitt. Das durchschnittliche Kurspotenzial gemäß Analystenkonsens liegt mit knapp 98 Prozent deutlich über der branchenüblichen Spanne von rund 3 Prozent.
Allerdings weist das Unternehmen auch eine negative Nettomarge von knapp 47 Prozent sowie eine negative Eigenkapitalrendite aus – Kennziffern, die die Bewertungsdiskrepanz relativieren und zeigen, dass der Weg zur Profitabilität noch nicht abgeschlossen ist.
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