Die Aktie von Wendel verzeichnet am heutigen Freitag einen Kursrückgang von 4,3 Prozent auf 76,40 Euro. Zeitgleich vollzog das Unternehmen einen bedeutenden Portfolioschritt, ohne dass dieser von Marktbeobachtern als Ursache für die Abgaben gewertet wurde. Medienberichten zufolge lasteten vielmehr Spannungen am Markt für französische Staatsanleihen sowie Unsicherheiten rund um den Staatshaushalt auf dem Kurs.
Erlös von über einer Milliarde Euro
Gestern vermeldete Wendel den endgültigen Vollzug des Verkaufs seiner Beteiligung an Stahl an Henkel. Von der Transaktion ausgenommen bleibt die Einheit Muno. Dem Abschluss der Veräußerung ging der Eingang aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen voraus.
Der vereinbarte Unternehmenswert für Stahl belief sich auf 2,1 Milliarden Euro. Wendel bezifferte den Nettoerlös nach Abzug von Schulden und Transaktionskosten auf rund 1,14 Milliarden Euro. Mit dem Vollzug der Transaktion verbucht die Gesellschaft damit einen beträchtlichen Liquiditätszufluss.
Minderheitsanteil von Clariant ebenfalls veräußert
Neben Wendel trennte sich auch Clariant von Anteilen an Stahl. Der Konzern bestätigte gestern, dass seine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 14,6 Prozent ebenfalls im Verkauf an Henkel enthalten war.
Für Clariant ergibt sich daraus ein vorläufiger Vorsteuererlös von rund 220 Millionen CHF. Dieser Betrag geht somit an das Schweizer Unternehmen und steht Wendel nicht zur Verfügung. Während Henkel die Anteile übernimmt, verbleibt Muno weiterhin bei Wendel.
Zeitplan für die Zwischendividende 2026
Unabhängig von der Veräußerung hatte Wendel bereits am 18. September Details zur Ausschüttung mitgeteilt. Das Unternehmen legte dabei den Zeitplan für die Zwischendividende für das Geschäftsjahr 2026 fest.
Demnach beabsichtigt Wendel, am 19. November 2026 eine Zwischendividende von 2,55 Euro je Aktie an die Aktionäre auszuzahlen. Der milliardenschwere Mittelzufluss aus dem Stahl-Verkauf stärkt die finanzielle Basis des Unternehmens für die kommenden Aufgaben zusätzlich.
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