Umsatz über den Erwartungen, Gewinn knapp darunter: Der Entsorger WM hat im dritten Quartal ein gemischtes Bild abgeliefert. Die Aktie gibt nach der Vorlage um gut drei Prozent nach und bremst damit die jüngste Aufwärtsbewegung.
Umsatz wächst, Marge schrumpft
Die Erlöse stiegen um 6,3 Prozent auf 6,85 Milliarden Dollar und lagen leicht über den Erwartungen. Treiber waren höhere Preise, Energiezuschläge und mehr Volumen in den Bereichen Recycling und erneuerbare Energien. Der bereinigte Gewinn je Aktie kam auf 2,15 Dollar, ein Plus von neun Prozent. Der Markt hatte allerdings 2,18 Dollar erwartet.
Auf Ebene des Nettoergebnisses sah es besser aus: Es sprang auf 820 Millionen Dollar, nach 603 Millionen im Vorjahresquartal.
Die bereinigte operative EBITDA-Marge sank um zehn Basispunkte. Preisdisziplin und das Sammel- und Entsorgungsgeschäft trugen positiv bei, ebenso die Healthcare-Sparte. Höhere Kraftstoffkosten und gestiegene Kosten für das Risikomanagement fraßen diesen Vorteil jedoch auf.
Volumen und Healthcare
Das Volumen im Sammel- und Entsorgungsgeschäft ging um 0,4 Prozent zurück. WM zieht sich bewusst aus margenschwachem Privatkundengeschäft zurück. Im gewerblichen Bereich wirken Verluste bei überregionalen Großkunden nach, die über Vermittler gewonnen worden waren.
Besser läuft es in der Sparte Healthcare Solutions, die aus der Stericycle-Übernahme hervorging. Der Umsatz legte um 3,7 Prozent zu, das operative EBITDA um mehr als 30 Prozent. Konzernchef Jim Fish verweist auf Kostenkontrolle, Synergien und höhere Preise.
Cashflow und Prognose
Stark präsentiert sich der Mittelzufluss. In den ersten neun Monaten erreichte der freie Cashflow 3,01 Milliarden Dollar, über 42 Prozent mehr als im Vorjahr.
An die Aktionäre flossen im Quartal 957 Millionen Dollar, davon 580 Millionen über Aktienrückkäufe und 377 Millionen als Dividende. Für 2026 peilt WM weiterhin Rückkäufe von insgesamt 2 Milliarden Dollar an.
Die Jahresziele bestätigte der Konzern. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 8,15 und 8,25 Milliarden Dollar liegen. Beim Umsatz (Spanne 26,275 bis 26,475 Milliarden Dollar) und beim freien Cashflow (3,75 bis 3,85 Milliarden Dollar) rechnet WM mit dem oberen Ende. Eine Anhebung der Prognose blieb aus, und das dürfte der Grund sein, warum Anleger die Zahlen mit Abschlägen quittieren.
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