Waste Management Aktie: Gewinn steigt, Volumen fällt – was stimmt hier nicht?

Waste Management übertrifft Gewinnerwartungen, verfehlt aber Umsatzziele. Das Management bekräftigt die Jahresprognose und setzt auf Aktienrückkäufe.

Auf einen Blick:
  • Bereinigter Gewinn übertrifft Analystenschätzungen
  • Umsatz bleibt hinter den Erwartungen zurück
  • Sammel- und Deponievolumen rückläufig
  • Aktienrückkäufe von zwei Milliarden Dollar geplant

Waste Management hat zum Auftakt des Jahres 2026 ein zwiespältiges Bild abgeliefert. Einerseits übertraf der US-amerikanische Entsorgungsriese beim bereinigten Gewinn je Aktie mit 1,81 Dollar die Erwartungen der Analysten. Andererseits verfehlte der Umsatz von 6,23 Milliarden Dollar, ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Konsensschätzungen um rund 60 Millionen Dollar. Die Aktie reagierte entsprechend verhalten. Das Unternehmen bekräftigte dennoch seine Jahresziele und gibt sich für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich.

Margen steigen, Volumina sinken

Der Rückgang bei den Sammel- und Deponiegeschäften um 1,5 Prozent fiel ins Auge. Verantwortlich dafür waren Winterwetterereignisse, die in einzelnen Regionen zu mehrtägigen Betriebsunterbrechungen führten, sowie die bewusste Aufgabe von Wohngebietsverträgen mit niedrigen Margen. Hinzu kommt, dass die Waldbrandaufräumarbeiten aus dem Vorjahreszeitraum diesmal fehlen, was den Vergleich zusätzlich erschwert.

Auf der Gegenseite entwickelte sich die Profitabilität erfreulich: Das bereinigte EBITDA stieg um acht Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar, die operative Marge im Kerngeschäft verbesserte sich um 190 Basispunkte. Der freie Cashflow verdoppelte sich auf 920 Millionen Dollar, was das Unternehmen in die Lage versetzt, Aktionäre großzügig am Erfolg zu beteiligen.

Waste Management Aktie Chart

Aktienrückkäufe und erneuerbare Energien im Fokus

Für das Gesamtjahr 2026 plant Waste Management Aktienrückkäufe in Höhe von zwei Milliarden Dollar, wobei der Schwerpunkt mit 55 bis 60 Prozent auf die zweite Jahreshälfte entfällt. Zusätzlich wurden im Quartal Dividenden von 385 Millionen Dollar ausgeschüttet. Im Bereich erneuerbare Energien hat das Unternehmen seit dem ersten Quartal 2025 sieben neue Anlagen für erneuerbares Erdgas in Betrieb genommen.

Das operative EBITDA in diesem Segment hat sich mehr als verdoppelt. Zudem erwartet das Unternehmen durch Steuervergünstigungen für die Produktion von erneuerbarem Erdgas jährliche Steuervorteile zwischen 30 und 35 Millionen Dollar, und das bis ins Jahr 2029.

Zweite Jahreshälfte als eigentlicher Test

Das Management zeigt sich für das zweite Halbjahr optimistisch. Dann sollen schwierige Vorjahresvergleiche durch die Waldbrandvolumina wegfallen, die Margen im Healthcare-Segment durch auslaufende Rechnungskorrekturen anziehen und die saisonalen Effekte im Kerngeschäft wieder positiv wirken. Bis dahin bleibt die Frage, ob das Unternehmen seine Jahresziele bei einem Gesamtumsatz zwischen 26,4 und 26,6 Milliarden Dollar tatsächlich erreichen kann. Die Antwort darauf liefert der Herbst.

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